Dass auch wir bei 11tech tagein tagaus damit konfrontiert sind, dass andere Menschen (Bäcker, Metzger, Vermieter etc.) Geld von uns wollen, das irgendwie beschafft sein will, ist nun wirklich keine Sondersituation.
Wie schwer das sein kann, kann Fritz bei 11k2 vorgerechnet; und ich persönlich mag es anderen Menschen, die es zu mehr oder weniger dubiosem Web 2.0-Ruhm gebracht haben, auch nicht verdenken, wenn sie versuchen, damit Geld zu machen. Bloß Kritik sollten sie aushalten können.
Und nicht erstaunt sein darüber, wenn es nicht alle gut finden, dass man sich dafür hergibt, Begeisterung für Vodafone und die tolle Web 2.0-Kultur dieses Unternehmens darzustellen, das gleichzeitig “Erster! Erster!” schreit, wenn es darum geht, Regierungskontrollpläne fürs Internet zu realisieren.
Und so finde zumindest ich es schon etwas kleinlich, wenn eine Frau Hamelmann, die in besagtem Spot (der übrigens schon wegen der abgrundtief miesen “Heroes”-Version jeden normal musikinteressierten Menschen von Vodafone fernhalten sollte) auftritt, nun verkündet, dass die Reaktionen aus der “Blogosphäre” (gräßliches Wort übrigens) sie dazu gebracht hätten, dem Web 2.0 gleich ganz den Rücken zuzudrehen.
Tja, scheint ohnehin nicht so richtig die große Liebe gewesen zu sein, und dass sie in ihrem “Schnutinger”-Blog auch gleich noch die Kommentarfunktion abgedreht hat, sagt ein übriges …
Vielleicht sollte man sich aber auch einfach nur mal anschauen, für wen man gerade Werbung macht. [dieter]
[via W&V]
3 Kommentare
21. Juli 2009 um 20:44
um was gehts denn jetzt genau? versteh das nicht, werbung ist doch wie immer und ehm… werd aus derm W&V artiekl auch net schlau. Bitte erklären!!
22. Juli 2009 um 14:12
Ich bin auch ziemlich verwirrt
22. Juli 2009 um 14:27
Sorry, da war ich wohl etwas verkürzt.
Also:
1. Vodafone produziert einen Werbespot, wie toll man eigentlich ist und dass man das Internet praktisch erfunden hat.
2. Damit das auch alle glauben, werden vermeintliche “Web 2.0-Berühmtheiten” eingekauft, damit sie in dem Spot auftreten.
3. Das gibt in der so genannten “Blogosphäre” böses Blut, weil Vodafone nicht unbedingt als so toll gilt, wie die Firma selbst meint, da sie z.B. beim Thema “freiwillige Internet-Sperren” ohne Not so weit ins Regierungslager vorgeprescht ist, dass man’s nicht glauben wollte.
4. Besagte Web 2.0-Berühmtheiten reagieren auf diese Kritik unterschiedlich; Frau Hamelmann z.B. findet, dass das ja gar nicht ginge, dass man ihr böse Worte sagt , nicht zuletzt wegen ihres Nachwuchses, den sie aber stolz in dem Spot präsentiert.
5. Frau Hamelmann befindet, dass das alles Schuld des Web 2.0 ist und der Typen, die sich darin tummeln, und will ab sofort mit Web 2.0 nix mehr zu tun haben.
Was dann meiner Meinung nach zeigt, dass sie da sowieso eigentlich nichts verloren hatte, weil sie ziemlich offenkundig nicht kapiert hat, dass es z.B. in Blogs ja auch darum geht, Gegenmeinungen zu hören zu bekommen, während man in Print-Medien Leserbriefe einfach in den Papierkorb werfen kann.
So, dann isses jetzt hoffentlich klar, oder?