Seit Apple mal wieder einen goldenen Riecher bewiesen und mit dem App-Store fürs iPhone als Trendsetter auftrat, versucht die halbe Telekom-Welt ihnen nachzueifern. Daraus werde eine milliardenschwere App-Industrie resultieren.
Die Besitzer der App-Shops sind begeistert und sehen den Markt vor allem für die Mobilgeräte-Software explodieren und träumen schon von 10 Millionen Programm-Titeln, die pro Jahr vertickt werden könnten (Apple bietet augenblicklich etwa 65.000 an). In ihrem Hype-Wahn sehen sie im App-Trend etwas, das genauso bedeutend werden könnte wie das Internet. Träumt weiter.
Andere Branchenteilnehmer haben geschnallt, was der Preis für diesen Geschäftserfolg sein dürfte: Jeder einzelne Programmierer macht pro Kopf weniger Geld. Apps werden für einen Taschengeldpreis rausgehauen, woran sich vor allem der Shopbetreiber gütlich tut. Beim einzelnen Entwickler kommt daher oft auch nur ein Taschengeld an, schließlich gibt es unglaublich viele Konkurrenz-Angebote und vor lauter Offerten sieht der Kunde viele Produkte gar nicht erst. So sind die Stückzahlen pro App manchmal ernüchternd.
“90 Prozent der App-Macher werden mittelfristig versagen. Ihr Investment an Zeit und Geld wird sich kaum bezahlt machen”, warnt Ilja Laurs, Chef von GetJar, einem unabhängigen App-Store. Daher dürften sich schon bald erste Programmierer wieder von diesem Hype-Thema abwenden und lieber für andere, lukrativere Projekte arbeiten, glaubt Laurs. Das würde ganz natürlich die Wachstumsrate im App-Markt drosseln. Was glauben Sie? Ist der App-Store ein One-Hit-Wonder oder wird uns dieses Geschäftsmodell über Jahrzehnte begleiten? [rm]
[BBC]
4 Kommentare
21. Juli 2009 um 09:58
Denke schon das es irgendwie dazugehört.
Je mehr die Telefone können desto mehr “Bedarf” entsteht. Und nur wenn die Apps konzentriert angeboten werden bekommt ein normaler Anwender überhaupt erst einen Überblick darüber.
Der dumme dabei ist aber der Entwickler der wie erwähnt über einen Appstore nur Bruchteile für seine Arbeit bekommt. Andererseits würde er beim selbstvertrieb (wenns dumm läuft) nichts oder so gut wie nichts verkaufen weil keiner seine Apps findet. (Oder, wenn er ein absolut must-have-app schreibt und es gut vermarkten kann eine silberne nase verdienen).
Und wieder andere, die sich etwas besser auskennen werden das internet durforsten und dann unter Umständen die Software in gecrackter Variante irgendwo auftreiben können. Als Raubkopie.
21. Juli 2009 um 12:20
Das Problem ist, das mal wieder das Prinzip von Angebot und Nachfrage zuschlägt.
Wenn jemand ein App-Unikat mit sehr hohem Nutzen veröffentlicht, kann er damit Geld verdienen. Der Anbieter der 19ten Version eines Fun-Apps dagegen weniger.
Was sollte daran jetzt schlecht sein?
22. Juli 2009 um 10:49
seit wann sietsen wir uns hier im blog? was verpasst?
ich glaube das der sw markt für mobile geräte noch extrem steigen wird
da is noch ne menge nacholbedarf
in sachen anonyme vernetzung mit freunden
positionsbestimmung fehrnsteuerung etc papalapap
6. Oktober 2009 um 16:55
[...] Der neue Supertrend: App-Stores machen Milliarden [...]