Dass Intel seine Rekordstrafe von 1,06 Milliarden Euro lieber nicht so gerne zahlen möchte, war vorhersehbar – die Argumentation für das Revisiobsverfahren zeugt jedoch von einer gewissen Dreistigkeit.
Von der Behauptung, in seinen Menschenrechten verletzt worden zu sein, wie noch im Juli argumentiert wurde, ist der Chip-Hersteller zwar abgerückt, dass er aber treuherzig versichert, die Konsumenten hätten doch gar keinen Schaden genommen durch die Intel’schen Intrigen gegen AMD, lässt eigentlich nur auf Frechheit oder Unkenntnis grundlegender Marktmechanismen in der Führungsetage schließen.
Dabei hatte die EU noch vergleichsweise zahm nicht einmal den Umstand in Frage gestellt, dass Intel eine marktbeherrschende Position innehat, sondern nur beleuchtet, wie und in welchem Umfang AMD Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden.
Inhaltlich will Intel dazu interessanterweise auch gar nicht Stellung nehmen – als Revisionsgründe werden vor allem Fehler im Verfahren genannt. Originell ist aber auch die Behauptung, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen den ganz speziellen Rabattkonditionen von Intel und der tatsächlichen Kaufentscheidung nicht bewiesen sei – stimmt, auch wir achten im Supermarkt ja nicht auf’s Geld und lassen Sonderangebote links liegen.
Wie das Verfahren allerdings ausgeht, steht letztlich in den Sternen – was der Alltagslogik als vernünftig gilt, muss vor Geriht bekanntlich ja nicht imemr Bestand haben. [dieter]
[via ars technica]
3 Kommentare
26. September 2009 um 19:57
Je grösser die Firmen, desto dreister scheinen die Ausreden. Intel soll ruhig mal zahlen, das tut denen mal ganz gut…
13. November 2009 um 11:25
[...] umfassenden Vereinbarung sämtliche juristischen Streitigkeiten, ob sie sich nun auf Patente oder dubiose Verkaufsmachenschaften beziehen, ein für alle Mal [...]
17. Dezember 2009 um 12:42
[...] die Mütze Zu den Kommentaren Nach wie vor tut Intel sich offenbar schwer, der Konkurrenz eins auszuwischen und gleichzeitig auf dem schmalen Pfad der Legalität zu [...]