Na, da schütze uns das deutsche Arbeitsrecht vor: Dieses äußerlich harmlos wirkende Gerät von Chinavision öffnet nicht nur per Gesichtserkennung Befugten verschlossene Türen, sondern dient – am Arbeitsplatz aufgestellt – auch noch gleich der Zeiterfassung.
Selbst bei Dunkelheit soll die moderne Version der Stechuhr per Nachtsicht erkennen, ob man auch brav am Schreibtisch hockt, und was man da treibt, soll man gefälligst über die Tastatur eingeben.
Im Gegenzug ermittelt der digitale Aufpasser mit Hilfe der mitgelieferten Software, was man denn so genau getrieben hat und stellt es gegebenenfalls den Kunden in Rechnung (der Anbieter brüstet sich, das System sei unter anderem für Design- und IT-Firmen hervorragend geeignet – die kennen ihre Pappenheimer …).
Wer meint, man könne ja auch ganz einfach tricksen, indem man ein Bild vor die Linse hält, sei gewarnt – zwei Linsen sorgen dafür, dass ein 3D-Bild aufgenommen wird, so dass man bestenfalls mit Maske für den Kollegen einspringen könnte, der gerade die Leberkässemmeln holt (aber wer sitzt dann am eigenen Platz?).
Peronalabteilungen, die den Mitarbeitern sowieso misstrauen, werden jubilieren, Manager mit einem zeitgemäßen Verständnis von effektivem Arbeiten dagegen eher den Kopf schütteln. Und dass die Vorrichtung (306 Euro pro Stück) von Chinavision kommt, spricht wohl für sich selbst … [dieter]
[via OhGizmo!]
1 Kommentar
5. November 2009 um 13:35
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