Wer hipp sein will, düst mit einem Segway oder einem der Nachahmervarianten durch die Stadt. Wer einfach nur gemütlich von A nach B eiern will, nimmt das Konkurrenzmodell aus der Schweiz.
So werden die Eidgenossen ihren Ruf der Elan- und Geschwindigkeitslosigkeit wohl nicht los: Das elektrische Bikeboard ist ein Dreirad, das alles überholt – so lange es festgeschraubt ist. Oder geparkt. Oder im Stau steht. Ansonsten ist das 500-Watt-Aggregat dieses Scooters gerade mal in Fußgängertempo unterwegs. 60 Kilometer Reichweite bis zur nächsten Steckdose verspricht der Schweizer Erfinder Walter Egli. Wahlweise kann man den 1000-Watt-Motor ordern, damit das in die Kurve legen nicht ganz so albern aussieht (Topspeed 31 km/h!).
Das Hauptargument von Egli für sein Dreirad: Ältere Mitmenschen und jene Bürger, die gerade nicht so gut zu Fuß sind, durch die Gegend zu chauffieren, ohne dass sie viel CO2 raushauen. Außerdem sei der Betrieb sparsam: Maximal 20 Cents pro 100 Kilometer. Allerdings rechnet Egli hierbei die Anschaffungskosten von wenigstens 3.000 Euro nicht mit…
Der eRoller hat Platz für Einkäufe und Taschen, lässt seine Passagiere aber im Regen stehen. Dafür ist das Bikeboard günstiger und schmaler als ein Golfkart und könne sich daher insbesondere im dichten Großstadtdschungel besser durchmogeln. Klassifiziert wurde das Fahrzeug als Moped und muss auch so versichert und angemeldet werden. Die Helmpflicht gelte ebenfalls. Der ADAC jedenfalls lobt das Gefährt: „Es trägt dazu bei, die Stadt zu einem saubereren Ort zu machen und die Mobilität einiger Personengruppen zu verbessern“, äußerte sich Clubsprecher Michael Pfalzgraf. Zu haben ist das Gefährt zunächst im Berliner Showroom am Kurfürstendamm. Nobel, nobel. [Ralf]
Segway: Dem e-Roller folgt bald die Knutschkugel
1 Kommentar
6. November 2009 um 16:18
Ui, wirklich unsexy! Da gehe ich lieber zu Fuss