Die herkömmlichen Strategien der Musikvertriebsindustrie, Geld zu machen, sind ja ziemlich am Ende (wie unser Schwester-Blog 11k2 gerade auch mal wieder schön belegt), und Trent Reznor darf sicher für sicher in Anspruch nehmen, das schon frühzeitig mitbekommen zu haben.
Deswegen setzt er auch eher darauf, Musik gratis wegzugeben und sein Geld anderweitig zu machen. Zum Beispiel mit Handy-Hüllen.
Deshalb kann man nun auch Verpackungen für iPhone 4, BlackBerry 8520, Samsung Galaxy S, iPod Touch, BlackBerry 9700 und iPhone 3GS mit schönen Motiven von den Plattencovern von Nine Inch Nails käuflich erwerben.
Das kostet schon was (34,99 Dollar sind für eine iPhone 4-Hülle fällig), aber man kennt wenigstens die Gründe dafür (siehe oben).
Und noch was Nettes: Ende Mai will Anbieter Case Mate NIN-Fans die Möglichkeit geben, auf Basis der vorhandenen Cover-Motive individuelle Entwürfe zu gestalten. [dieter]
[via Chip Chick]

das ist zwar eine ganz lustige idee, bezogen auf die realität können sich das aber ausschließlich nur JETZT SCHON BEKANNTE künstler leisten.
wichtiger wäre eine übergreifende und tragfähige – aber immer noch freie – internet-marketing-plattform zu erschaffen in der sich die künstler mit hilfe und unterstützung von profis vom format eines “Trent Reznors” zu erschaffen als ein gegengewicht zum jetzigen system.
denn es ist ja so wie überall: “nur gemeinsam sind wir stark” – ganz auf sich alleine gestellt wird sich kaum ein künstler hochziehen können um sich mit seiner arbeit genug verdienen zu können um davon leben zu können. es muss unbedingt höhere ebenen geben die sein produkt anpreist, diese positioniert und seine aktivitäten (zB. konzerte, auftritte, vorlesungen, austellungen) koordiniert, aber halt so das es mit ihm in übereinklag geschieht. so das dieser zudem die größtmögliche kontrolle über sein produkt behält. also plattformen die zB. gegen eine gebühr oder einem prozentualem anteil am produkt (je nachdem für was sich der einzelne künstler entscheidet) hilfestellung leistet.
es muss aber unbedingt darauf geachtet werden das sich nicht wieder irgendwelche raffgierigen und schmierigen neoliberal-bwl’er (für die ausschließlich die persönliche gewinnmaxiermung vorrang hat) einschleichen die erneut alles an sich reißen und “buisness as usual” betreiben.
gerade jetzt haben es künstler wie Trent Reznor (als vorreiter) und die verschiedenen indie-labels in der hand (und die reelle chance) solche plattformen ins leben zu rufen. besonders deshalb weil sie schon einen gewissen überblick und kontakte in die verschiedenen szenen haben um solche vorhaben einigermaßen professionell umzusetzen.