Neuseeland: Feuchter Traum der Entertainment-Industrie geplatzt

In Europa macht sich die Entertainment-Industrie dafür stark, unbotmäßigen Internet-Nutzern, die der Urheberrechtsverletzung beschuldigt werden, den Online-Zugang zu kappen, und scheut auch nicht davor zurück, zum Beispiel dem diesen Plänen aufgeschlossenen Präsidenten Frankreichs einen schönen Yacht-Urlaub zu spendieren.

In Neuseeland dagegen sind ähnliche Pläne am User-Widerstand gescheitert – klappt also doch mit der Bürgerbeteiligung.Der so genannte Copyright Amendment Act wurde von der Regierung zurückgezogen – der zuständige Minister muss jetzt Hausaufgaben machen und ihn umschreiben. Ursprünglich hatte das Gesetz im Februar in Kraft treten sollen; nach den ersten Protesten hatte man sich dann ganz schlau überlegt, dass doch die ISPs die Regeln aufstellen sollten, nach denen künftig gestraft werden sollte und ihnen dafür einen Monat Zeit gegeben.

Einigen konnten die sich mit der Regierung dann aber doch nicht – jetzt man auf Regierungsseite ein Einsehen und kassiert das ganze Gesetzeswerk ein.

Ganz verzichten will man allerdings darauf nicht; schließlich sei das Internet nicht der „Wilde Westen“ hatte Neuseelands Premierminister Key schon verlauten lassen. Sind dann aber nicht eigentlich nach der Steinbrück’schen Logik Piraten = Indianer =  Schweizer? [dieter]

[via Sydney Morning Herald]

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2 Antworten zu Neuseeland: Feuchter Traum der Entertainment-Industrie geplatzt

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