Wegen Facebook verlor Mann sein Verfahren

11tech_FacebookFallKläger: „Euer Ehren, ich hatte seit dem Unfall keinerlei soziales Leben mehr führen können.“ Verteidiger: „Hohes Gericht, hier lege ich das Facebook-Profil des Klägers vor.“ Fall geschlossen.

Kanadische Rechtsanwälte sind dazu übergegangen, ihre Mandanten grundsätzlich davor zu warnen, zu viele persönliche Informationen auf sozialen Webseiten zu verbreiten. Sie beobachten in einer zunehmenden Zahl von Verfahren, dass Fotos, Infos und Messages aus dem Web gegen einen Prozessgegner eingesetzt würden – und zwar oft genug mit Erfolg. So wie Ende April in Neufundland, wo Dennis T. Schmerzensgeld für zwei Autounfälle in 2001 und 2003 einklagen wollte. Neben den Verletzungen wollte er als besonderes Handicap sein völlig zusammengebrochenes Sozialleben anführen. Auch sei er später nicht mehr zu bestimmten Bewegungen in der Lage gewesen. Beide Aussagen wurden durch die Facebook-Postings ad absurdum geführt. So blieb es bei den ursprünglichen 40.000 Dollar von der Versicherung, statt der geforderten 1,3 Millionen. Das war also ein teures Online-Vergnügen. [rm]

[CBC]

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2 Antworten zu Wegen Facebook verlor Mann sein Verfahren

  1. Matthias schreibt:

    na dann wird er jetzt wohl Facebook verklagen…
    ..die ihn ja hätten warnen können – davor daß sowas ja passieren kann.

  2. Pingback: Facebook erhält 200 Millionen aus Russland « 11tech

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