Sony: Internet am besten abschalten

sonySony entwickelt sich nicht nur finanziell mehr und mehr zum Sorgenkind, auch die geistigen Fähigkeiten der  Führungsetage scheinen langsam, aber unerbittlich nachzulassen.

So soll sich Michael Lynton, der CEO der Abteilung Sony Pictures Entertainment, dabei erwischen haben lassen, dass er bei einer Podiumsdiskussion über die Zukunft des Filmemachens äußerte, dass aus dem ganzen Internet noch nichts Gutes gekommen sei.

Weiterhin führte er Klage, dass dieses verdammte Internet den Eindruck geschaffen habe, jeder könne jederzeit haben, was er wolle. So als ob die Geschäfte auf der Madison Avenue 24 Stunden lang geöffnet hätten. Alles schreie „jetzt haben wollen“, und wenn man es nicht rausrücke, werde es gestohlen.

Und so träumt Lynton insgeheim davon, das Internet abzuschalten. Und wahrscheinlich auch davon, dass er mit einem Pferdewagen von Dorf zu Dorf zieht, abends die Leinwand aufzieht und einen Stummfilmklassiker zeigt.

Denn: Wer braucht schon Maßanzüge und ein Appartment in Manhattan, wenn man an den simplen Freuden der einfachen Leute teilhaben kann? So wie damals in der Großen Depression. Sag ich doch: Schlechte Zeiten sind gute Zeiten. [dieter]

[via Fudzilla]

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3 Antworten zu Sony: Internet am besten abschalten

  1. Chrischi schreibt:

    [rechtschreib-flame] Argh!! [/rechtschreib-flame]

  2. [dieter] schreibt:

    @chrischi: Sorry. Kaffeeunterversorgung. Behoben.

  3. Jinsu schreibt:

    Ich denke, dass das Internet nicht primär die Gefahr wegen Piraterie und ähnlichem darstellt, sondern einfach die ernsthaft zunehmende Konkurrenz durch die Vertriebswege, welche die Alteingesessenen einfach nicht nutzen (wollen?).
    Dank des Internet, der breiten Palette an freier, dennoch hochwertiger Software bildet sich nun mal schon seit vielen Jahren eine Fraktion, von Künstler, Hobbyfilmer und einfach nur interessierten Leuten, die über das Internet das höchste Mass an Aufmerksamkeit erhalten.
    Und diese graben den grossen Firmen langsam das Wasser ab. Es mag sein, dass sich die Popularität noch stark unter Fans und Mitwissern aufteilt, aber schliesslich kommen dabei schon abendfüllende, komplexe Werke heraus, die den grossen Blockbustern in nichts nachstehen.
    Während ein grosser Mann wie Lynton wohl eher zum Typ Manager gehört, der ein kleines, populäres Geldschwein lieber gewinnbringend melkt und danach wegwirft (hat jetzt nichts mit Sony zu tun, aber ich sage mal: Kleiner Hai und Konsorten).
    Das heisst jetzt natürlich nicht, dass wir grosse Produktionsfirmen und erstklassige Schauspieler nicht brauchen, aber auch das Filmgeschäft zeigt, dass der Wert nicht immer nur nach oben steigen kann. Allerdings verstehen diese Leute nicht unbedingt, dass Leistungen auch mit mehrerlei Mass gemessen werden können und es nicht nur genug Geld benötigt, um den Zuschauer zu beeindrucken. Schliesslich gibt es schon ein Menge Filme, für die man die Zuschauer bestechen müsste, damit sie sich das antun.

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