Iran droht kanadischen & amerikanischen Websites

11tech_IranStatt sich mit Ihresgleichen anzulegen, bedrohen die Ayatollahs ferne Webportale (Twitter, Facebook u.a.), weil sie der Opposition helfen, die Wahrheit über alle Gesetzesverstöße des Regimes zu verbreiten. Die Nutzer werden natürlich auch bedroht.

An die Macht putschen dürfen sich in Persien nur die Mullahs (passiert in 1979), nicht aber die demokratischen Kräfte. Und damit das künftig niemand in der Welt kapiert (ähh… zu spät), will die iranische Chunta alle ausländischen Webseiten verklagen, die über die aktuellen Aufstände (und ihre blutige Niederschlagung) berichten.
Die „Islamic Republic News Agency“, offizielle Propagandaschleuder Nachrichtenagentur, veröffentlichte heute folgende Verlautbarung: „Wir werden jetzt die Öffentlichkeit über diese destruktiven Internet-Netzwerke in Kenntnis setzen. Auch warnen wir davor, den Cyberspace dazu zu benutzen, Aufstände anzuzetteln, Leute zu bedrohen und Gerüchte zu verbreiten. Wir werden legale Schritte gegen alle solche Aktivitäten einleiten.“ Viva la nuova revolucion! [rm]

[Inquisitr]

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5 Antworten zu Iran droht kanadischen & amerikanischen Websites

  1. Dom schreibt:

    „weil sie der Opposition helfen, die Wahrheit über alle Gesetzesverstöße des Regimes zu verbreiten.“ was will man da noch dagegensetzen… 🙂

  2. Gördi schreibt:

    tjaja.. doofes internet.. blöde sache das man mittlerweile mit jedem handy videos machen kann und die auch mal eben so schön einfach via internet veröffentlichen kann 🙂

  3. Jan schreibt:

    Ich find die Ayatollahs haben Humor… 🙂

  4. Jinsu schreibt:

    Schlimm, schlimm, wenn es der eigenen Regierung nicht passt, dass die Schäfchen Informationen im Ausland ablegen können.
    Früher war es einfacher, da konnte man Flugblattverteiler leicht aus dem Verkehr ziehen und das Telefon war auch leichter zu handhaben.
    Heute können die Informationen über die Ereignisse bereits an die Öffentlichkeit gelangen, ohne dass die Obrigkeit überhaupt die Möglichkeit hat, einzugreifen.
    Das ist ein schwerer Schlag, gerade gegen diese Kräfte, die von ihren Untertanen immer noch unabdingbaren Gehorsam erwarten. Das ist diese Informationsflut geradezu ein Schlag ins Gesicht.
    Interessant ist natürlich auch die Argumentation gegenüber den angeklagten Unternehmen, frei nach dem Motto: „Ihr seid böse, weil meine Bürger unliebsame Informationen über euch verbreiten können!“
    Was sagt den z.B. Twitter oder Facebook dazu? Ausser „Wir sind für deine Bürger nicht verantwortlich“ kann man dazu nicht gerade viel äussern, oder?

  5. Schussel schreibt:

    tja… zu zeiten der einseitigen streamreceiver (volksempfänger…) war das alles etwas überschaubarer… aber selbst da gabs ja schon heissbegehrte „freie“ respektive „feindliche“ sender

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