Sony kassiert Klage für Verbannung vom PlayStation-Network

090631playstation3Die Japaner sperren PS-Spieler für unangebrachte Kommentare den Netz-Account. Ein PS3-Besitzer lässt sich das nicht gefallen und verklagt den Konzern.

Die Argumente des gesperrten Nutzers: Er sieht a) sein Recht der freien Rede beschnitten und b) gäbe es ja auch keinerlei Alternative zum PlayStation Network. Ohne Zugang sei damit der Nutzwert der Spielkonsole eingeschränkt, ergo liege ein Mangel vor.
Account-Sperrung ist nun keine Seltenheit, kommt sie doch bei MMORPGs regelmäßig vor. Häufig können die Gamer nicht an sich halten und werden vulgär oder beleidigend. Die meisten nehmen das hin und schlucken ihren Ärger hinunter (oder schreien ihn per Chat und Forenbeitrag in die Online-Welt hinaus).
Erik Estavillo ist da anders. Er liess beim Zocken von „FPS Resistance: Fall of Man“ angeblich unangebrachte Kommentare ab. Sony sperrte. Estavillo zerrte, und zwar Sony vor Gericht und will realen Schadenersatz. Lächerliche 55.000 Dollar, weil er nicht mehr seinem Lieblingshobby nachgehen könne (Fluchen?). Er bringt dabei auch noch ein paar angebliche Störungen ins Spiel, die er habe: Panikattacken, epilepsieartige Anfälle und vor allem Agoraphobie, die ihn hindere, normale Menschenmengen zu ertragen. Er sei daher auf den sozialen Kontakt via PSN angewiesen. Yo man, dass er Störungen hat, merkt man gleich, hehe…
Übrigens wirft er Sony auch noch Diebstahl vor, denn der PSN-Zugang werde einfach gesperrt, ohne finanziellen Ausgleich für schon gekaufte Karten. Nun sichert sich der Konzern natürlich durch seine AGBs gegen solche Vorwürfe ab. Doch in diesem Fall befinden sich die Japaner juristisch in amerikanischen Gewässern – und US-Richter haben schon tollkühne Urteile gefällt. [rm]

[G4TV]

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2 Antworten zu Sony kassiert Klage für Verbannung vom PlayStation-Network

  1. DJGummikuh schreibt:

    sehr geil geschrieben 🙂
    Finde aber, er sollte recht bekommen. In einem Punkt stimme ich mit ihm überein: Es gibt keine Alternative zu PSN. Von daher wäre vielleicht eine Mute-Funktion (also Zugang aber ohne „beleidigend“ werden zu können) oder sowas in der Richtung angebrachter.

  2. Schussel schreibt:

    naja, ne Verwarnung oder temporäre Sperrung für Ersttäter wäre ja auch möglich, wenn er dann immer noch nich an sich halten kann, sollte Sony vielleicht anbieten, die bereits gekauften Karten in Form einer Gutschrift für einen Psychologen zurückzuzahlen.

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