Wissenschaftler zittern: Die Killerroboter kommen

11tech_killerroboterBevor sich jeder in Panik aus dem Erdgeschoss stürzt: Nein, den Weißkitteln sind (noch) nicht die wildgewordenen Tötungsmaschinen aus dem Labor entwischt. Aber sie glauben selbst, dass die Roboter in naher Zukunft die Weltherrschaft an sich reißen.

Die Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz würden die SF-Phantasien einer Roboter-Revolte wahrscheinlicher machen, warnen Wissenschaftler im Rahmen einer Konferenz in Monterey Bay, Kalifornien. Erst würden die Maschinen anfangen, Menschen intellektuell zu überflügeln, dann würden sie sogar zur Existenzbedrohung für alle biologischen Zweibeiner werden, da sie lernen werden, sich selbst zu bauen und weiter zu entwicklen (Singularität).
Die geschlossene Veranstaltung diskutierte laut Times Online darüber, ob man nicht bewusst den Forschungseifer in dieser Richtung bremsen und reglementieren sollte. Vor allem, bevor die Menschheit die Kontrolle über computerisierte Systeme verliere.
„Mächtige Technologien konnten schon immer in guter oder böser Absicht eingesetzt werden“, erinnert Microsoft-Vordenker Eric Horvitz, der die KI-Konferenz organisiert hatte. Alan Winfield, Professor der englischen West-Uni, beklagte, dass Wissenschaftler bislang zu viel Mühen und Zeit in die Entwicklung der Maschinenintelligenz investiert hätten, sich aber sehr wenig um die Roboter-Sicherheit bemühten. „Wir nähern uns ganz schön schnell dem Moment, wo sich neue Roboter tunlichst einen Test unterziehen sollten. Sozusagen eine klinische und ethische Zulassung, bevor sie auf dem Markt frei verkauft werden dürfen“, schlägt Professor Winfield vor.
Bedenklich fanden alle Teilnehmer den Trend zur autonomen, unbemannten (fliegenden) Drohne, die in naher Zukunft leicht außer Kontrolle geraten und dann eigenständig Jagd auf jegliche Menschen machen könne. Nicht nur in Kriegsgebieten, sondern mitten in unseren Großstädten. Schließlich hat Samsung schon längst eine solche Überwachungsdrohne für den Polizei- und Wacheinsatz entwickelt. Natürlich kann sie auch töten. Frühe Versionen der Staatsdrohne waren schon auf dem G20-Gipfel in London im Einsatz. „Ist das etwa eine gute Sache?“, stellt Noel Sharkey, AI-Professor in Sheffield, eine bewusst rethorische Frage. Und verweist auf die Japaner, die ohne Hemmungen alle neuen Robottechnologien direkt auf den Markt werfen. Dort gibt es bereits lernende Exemplare, die sich selbständig Steckdosen suchen und ohne Unterbrechung aktiv sind.
Einige Diskussionsteilnehmer sprachen sich übrigens dafür aus, unbedingt Asimovs drei Robotergesetze in die nächsten Generationen einzubauen, um die Menschheit zu schützen. Aber wer holt die Drohnen vom Himmel? Könnte jemand bitte Will Smith aktivieren? [rm]

[Times Online]

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3 Antworten zu Wissenschaftler zittern: Die Killerroboter kommen

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