Geisha: Virtuelles sexy Hausmädchen ist der neue Hit in Japan

11tech_DigitaleGeisha„Wenn Du mich brauchst, dann tippe mich einfach an. Aber bitte nicht an unanständigen Stellen“, piepst das Mädel im aufreizenden französischen Stubenmädchen-Outfit. Aber genau das

macht Taisei Tanaka, Entwickler bei den Geisha-Studios, prompt und hebt das virtuelle Röckchen der kleinen Aris an, die sich daraufhin mit „Bitte nicht! Das ist nicht gut!“ beschwert. Einen ausführlichen Blick auf die Dessous des Stubenmädchens kann der notgeile männliche Betrachter natürlich werfen. Und genau das ist es wohl, was die simulierte 3D-Projektion in Japan zum Renner macht. Aris ist kein klassisches Programm, denn sie entsteht durch das Zusammenspiel aus Simulation, einem Bezugswürfel und einer Webcam. Die computergenerierten Daten auf Basis von Bild- und Bewegungserkennung werden in 3D über dem Würfel projiziert. Die Webcam nimmt die Bewegungen des Anwenders auf, so dass die Interaktion zustande kommt. Das Ziel der Entwickler war ein virtuelles interaktives Haustier in Menschengestalt (sowas können wohl nur Japaner derart formulieren). Warum nicht Katzen und Hunde? „Wir wollten etwas bedeutsames hervorbringen“, merkt Takana augenzwinkernd an. Dass Sex sells, hat den Plänen sicher nicht geschadet: „Wäre es nicht toll, einem hübschen Mädchen unter den Rock zu schauen. Oder sie dazu zu bringen, sich auszuziehen?“, gibt der Geisha-Gründer offen zu. Das Konzept trifft auf jeden Fall den japanischen Geschmack, denn die ersten 3.000 produzierten und mit 100 Dollar nicht gerade billigen Einheiten verkauften sich binnen drei Tagen. Seitdem produziert man dem Nachfrageboom hinterher. Das eigentliche Geld macht dann das Zubehör: Der Spezialstab, um das Mädel geschickter manipulieren zu können (*anzüglich grins*), Zusatzcodekarten, die ihr neue Outfits, Geschenke und „Spielzeuge“ (lasst mich raten: Vibrator?) bescheren. Bestimmt werden in nächsten Ausbaustufen andere Fetische und weitere Mädchentypen bedient. Oder ein männlicher Loverboy auf die virtuellen Füße gestellt.
Natürlich seien auch ganz harmlose und jugendfreie Anwendungen möglich: Aris, die mit ihrem Staubwedel die Tastatur vermeintlich säubert, die zu Pompoms greift und auf Cheerleader macht oder uns mit ihrem süßen Plappern erfolgreich von der Arbeit abhält.

Als nächstes hat der Tüftler Takana vor, nicht nur optisches, sondern auch haptisches Feedback einzubauen. Ähnlich dem Force-Feedback-Joystick sollen kleine Motörchen für exakt kalkulierte Vibrationen sorgen. Ja, wir ahnen, in welche Richtung sich das entwickeln wird. Daher glaubt man Tanaka, wenn er sagt, dass man in 20 Jahren Nintendo überholen wird. Ich denke, er stapelt tief. [rm]

[Gadgets]

[Geisha Tokyo]

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2 Antworten zu Geisha: Virtuelles sexy Hausmädchen ist der neue Hit in Japan

  1. Chrischi schreibt:

    Atashi… a peki aino… man, ich hasse diese japanischen Synchronstimmen.. die hören sich an wie vergewaltigte Tamagotchis auf LSD -.- Schrecklich, das gibt wieder nervige Träume…

  2. Pingback: Düdelüü: iFön-App im alten 8-Bit-NES-Style « 11tech

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