Wunder der Wissenschaft: Wasser zu Treibstoff

11tech_WissensWunderAus der beliebten Serie „Blei zu Gold“ und „Wasser zu Wein“ fügen US-Militärwissenschaftler jetzt das Kapitel „Wasser zu Kerosin“ hinzu.

Die Pläne der Navy enden diesmal nicht in einer Brennstoffzelle, sondern es gehe tatsächlich darum, salziges Seewasser derart chemisch zu verändern, dass ein kerosinartiger Jettreibstoff herauskommt. Klingt obskur, doch das Magazin „The New Scientists“ berichtet von den Navy-Experimenten mit kurzkettigen Wasserkohlenstoffen. Ähnlich wie in der Brennstoffzelle werde bei dem Prozess Kohlendioxyd aus dem Meerwasser geholt und mit Wasserstoff verbunden, um im so genannten Fischer-Tropsch-Prozess zu Rohstoff zu gelangen, der den Erdöl-Derivaten ähnele. Der Trick bei der Sache war, nicht beim unerwünschten Methan zu landen. Entscheidend dabei, den passenden Katalysator zu finden. „Die Idee, Kohlendioxyd als Quelle für den Kohlenstoff zu nutzen, ist reizend“, kommentierte  Philip Jessop, Chemiker an der Queens University. Gelänge den Militärwissenschaftler, diesen komplexen Prozess zu vollenden, dann habe man einen echten grünen Treibstoff gefunden, denn die CO2-Bilanz sei am Ende neutral. [rm]

[Oasys2]

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5 Antworten zu Wunder der Wissenschaft: Wasser zu Treibstoff

  1. Peitsche schreibt:

    klingt doch logisch, warum kam man da nicht vorher drauf? Ich lach mich tot. Und würde gerne wissen, was Wasser noch mit Fischer-Tropsch zu tun hat…

  2. GTreide schreibt:

    Janee, geht klar…

    Und die Energie für den Prozess kommt woher?

    Also nur son Katalysator reicht da nun auch nicht, das wäre ja zu schön.

    Also ob das CO_2-neutral wird, wenn man die notwendigen Terrawattstunden aus dem Kraftwerk einbezieht, sehe ich ja kritisch.

  3. knallbonbon schreibt:

    im endeffekt wird hier eine art „Perpetuum Mobile“ beschrieben (nur eben auf chemisch-molekularer ebene).

    der prozess muss nur erst einmal in gang gebracht werden.

    gelänge es dann, im verhältnis 1:2,1 bis 3 +, mit der energie 1nes (ich nenne jetzt einfach mal eine größenordnung) liters dieses treibstoffes zB. 3 liter vergleichbaren treibstoffes herzustellen (bedenkt man die menge an frei-verfügbarem meerwasser + die immer wieder gleiche menge an anfallenden C0²-stoffen) so würde quasi eine unendliche kette (zumindest für menschliche maßstäbe) an wieder-erneuerbaren treibstoffen entstehen welche sich, solange der prozess nicht unterbrochen wird, solange potenzieren würde bis entweder das meerwasser oder die C0²-stoffe ausgingen (was bei den letztgenannten eher der fall sein wird).

    von diesem punkte an wäre es dann ein quasi endloser kreislauf.

    würde dieses verfahren tatsächlich gelingen wären damit sämtliche energieprobleme der gesamten menschheit mit einem schlag gelöst. und das sogar innerhalb kürzester zeit.

    denn man bräuchte die alten brennstoffe nur mehr so lange bis die bestehenden technischen systeme schritt für schritt angepasst und/oder erneuert würden und sie von dem neuen energieträger ersetzt würden.

    das wäre dann endlich mal als ein „echter“ und „tatsächlicher“ fortschritt in der neueren menschheitsgeschichte anzusehen.

  4. Pingback: Umweltgewissen entdeckt: Apple spielt den Grünen Ritter « 11tech

  5. jonas schreibt:

    toll

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