Apple-Event: Unterwältigend

apple-rocknrollSelbst bei den treuesten Fanboys und -girls dürften die feuchten Höschen in Rekordzeit getrocknet sein (so ihre Unterwäsche bei diesem Event denn je in diesen Zustand gekommen sein sollte), denn was gestern abend in San Francisco geboten wurde, war eher mager.

Zwar muss fairerweise daran erinnert werden, dass es sich um eine iPod-zentrierte Veranstaltung gehandelt hat und Tablet oder gar Netbook im Vorfeld von allen halbwegs seriösen Gerüchtequellen als unwahrscheinlich bezeichnet wurden, aber bei dem Hang von Apple zu Überraschungen waren die Erwartungen trotzdem groß. Ungerechtfertigterweise, wie sich herausstellen sollte.

Was also gibt es Neues?

  • Steve Jobs lebt. Aber das tun Elvis und Michael Jackson auch. Im Gegensatz zu diesen beiden scheut Jobs jedoch nicht das Licht der Öffentlichkeit. Ganz der Alte ist er allerdings nicht nur wegen seiner neuen Leber nicht: „One more thing“ gab es diesmal nicht.
  • iPods werden billiger, größer und besser. Kaum zu glauben: Ein Produkt-Update. Das macht sonst keiner (außer Dutzenden von konkurrierenden MP3-Player-Herstellern). Flash-Speicher wird nun mal billiger und kommt mit größeren Kapazitäten, also wird er auch von Apple eingebaut.
  • Der iPod nano wird aufgerüstet. Wohl die einzige echte Überraschung: Ausgerechnet das Kleingerät bekommt Videokamera, und Mikrofon und ein mit 2,2 Zoll leicht größeres Display. Aber kein WiFi und keinen Web-Browser, sondern nur ein UKW-Radio.
  • iPhone und iPod bekommen ein OS-Update. Das Interessanteste an 3.1 dürfte eine Funktion sein, mit der man ein verlorenes oder gestohlenes iPhone aus der Ferne herunterfahren kann.
  • iTunes kann noch mehr: Mehr Ordnung schaffen. Facebook und Twitter. Neu erworbene iTunes Daten mit allen dazu fähigen Geräten im Haushalt synchronisieren. Bonus-Material zu Musik (iTunes LP) und Filmen (iTunes Extra) verkaufen.Wer’s braucht, braucht’s – interessant finde ich, dass bei TechCrunch gerade intensiv darüber diskutiert wird, ob man nicht lieber ein iTunes light hätte, das nur eines macht: Musik abspielen.
  • Keine Beatles bei iTunes: Ehrlich gesagt wäre es ja auch schon ziemlich bizarr, sich die in vier Jahre Arbeit aufgeputzten Songs der Fab Four in komprimierter Form anzuhören, oder?

Alles in allem also eher mager, aber (s.o.): Es war ja auch von vorneherein kein richtiger „One more thing“-Event. [dieter]

[via  CNet]

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2 Antworten zu Apple-Event: Unterwältigend

  1. bianca schreibt:

    lol, iTunes light… gibts das nicht schon gaaanz lange unter dem Namen VLC?

    Und dann kein Tablet und nix – meine Herren!

  2. Pingback: Gerücht: Apple Tablet kommt im Februar « 11tech

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