Infrarot soll Filmpiraten stoppen

piratenflaggeOffenbar hält die Filmvertriebsindustrie Menschen, die Kinofilme bei der Vorführung auf der Leinwand per Videokamera aufnehmen und anschließend qualitätsunempfindlichen Mitmenschen im Internet zur Verfügung stellen, für eine derartige Gefahr, dass mal wieder ein neues Mittel ausprobiert werden muss.

Jetzt soll Infrarot-Bestrahlung den existenzbedrohenden Attacken der Hobbyfilmer ein Ende machen.Unsichtbar für das menschliche Auge sollen Infrarot-Strahlen durch winzige Öffnungen in der Leinwand dringen und die Aufnahmen unbrauchbar machen; auch eine Nachbearbeitung soll so verhindert werden, denn sie wäre nur um den Preis erheblicher Unschärfe möglich.

Zehn Mal in der Sekunde muss nach Auskunft der Forscher von Sharp, die das System zusammen mit dem japanischen Nationalinstitut für Informatik entwickelt haben, das Infrarot pulsieren, dann hat man in ihren Augen das optimale Ergebnis (der Raubfilmer natürlich nicht).

Und der Rest des Publikums wird auch ganz dumm im Kopf davon – oder liegt das vielleicht eher daran, dass die Industrie lieber Geld für „Schutzmaßnahmen“ als für Drehbücher ausgibt? [dieter]

[via Fareastgizmos]

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9 Antworten zu Infrarot soll Filmpiraten stoppen

  1. Gördi schreibt:

    Simpel und einfach (auf jedenfall im Vergleich mit Abramovics Laser…).

    … und wer tut sich denn schon ein grauseligen Camrip an???

  2. knallbonbon schreibt:

    . . .dauert ca. 3 bis 6 monate und dann gibts ’nen wirksamen linsenfilter als gegenmaßnahme. . .

    . . .und schon hat die „industrie der deppen“ wieder mal ’ne milliarde+ + + – für absolut gar nichts – verbrannt. . .

    . . . tö tööö – tö töööö – tö töööööö – wolle ma se rei’lasse???

  3. Schussel schreibt:

    full ack @knallbonbon, aber das is der trick: in wirklichkeit sind die kpierschützer die echten grossverdiener, die vollspacken von der contentindustrie raffen das ja seit jahren nich… und sie werden weiterhin alles geld darin verpulvern als ihre spiele/filme/musik ohne schutz zu attraktiven preisen zu verkaufen. sollten nur mal den aufwand für schutzsysteme rausrechnen und dann von dem verkaufspreis abziehen… naja, vllt liest es ja mla irgendeiner von denen.

  4. Schussel schreibt:

    sorry für das miese deutsch… war grade unkonzentriert…

  5. Mai schreibt:

    @knallbonbon:
    Solche Filter gibts schon.

    Allgemein: Das ist doch bestimmt richtig schön schädlich für die Augen. Damit das Filmmaterial unbrauchbar wird, muss man doch bestimmt ziemliche Lichtstärken einsetzen. Toll. Noch ein Grund weniger ins Kino zu gehen.

  6. bigmag schreibt:

    @schussel
    die camripper verdienen dran grosses Geld?

    mhmm, frag mich woher.
    die Leute die sowas runterladen zahlen ja nunmal nix dafür.

  7. DJGummikuh schreibt:

    bigmag du schläfst wohl noch oder?
    „Kopierschützer“ sind nicht die, die mit der cam rippen sondern die, die der Content-Industrie diesen schwachsinn wie z.b. Infrarotlaser und drm und kopierschutzmechanismen für teuer geld verkaufen.

  8. Tommy schreibt:

    Is ja mal wieder eine Klasse Idee. Na sicher lass ich mir gerne mal aus Kopierschutzgründen die Netzhaut rösten, weil irgendein Gamma-Minus-Maschinen-Kuli das Ding falsch eingestellt hat.

    Und ich Dummerchen dachte, dass die Kinos eigentlich ganz andere Probleme hätten.

  9. Jan schreibt:

    Bin mal gespannt, wann sie die ersten 3D Filme abfilmen… *grusel*

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