Intel kann noch länger noch kleiner

intelUnd hat den nach eigenen Angaben ersten funktionierenden 22-Nanometer-SRAM-Chip vorgestellt. Womit aber noch lange nicht Schluss sein soll: Das Mooresche Gesetz sei beileibe nicht am Ende, prophezeit Intel-Chef Paul Otellini.

Zumindest lässt der neue Chip, der 2011 in die Produktion gehen soll, hoffen, dass Moores eigene Einschätzung, so um 2020 sei es aus mit der Verdoppelung der Transistorenanzahl alle 18 Monate, nochmal revidiert wird.

Der noch namenlose Prozessor, der bei der Intel-Entwicklerkonferenz präsentiert wurde, soll 364 Millionen Bits speichern können und mehr als 2,9 Milliarden Transistoren haben.

Auch ansonsten versprühte Otellini Optimismus: Die IT-Branche habe es in der Krise als eine der ersten erwischt, aber sie werde auch als eine der ersten wieder hinausgekommen. Schließlich seien Computer derart unverzichtbar geworden, dass man nicht mit dem Neukauf abwarte, wenn sie den Geist aufgeben.

Und so erwartet der Intel-Chef für 2009 sogar ein Wachstum – wobei ihm sogar die Marktforscher von Gartner nicht unbedingt widersprechen wollen, die inzwischen ein Plus bei den Umsätzen für 2009 nicht mehr ausschließen möchten. [dieter]

[via BBC News]

Dieser Beitrag wurde unter 11tech, computer abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Intel kann noch länger noch kleiner

  1. knallbonbon schreibt:

    „Moores“ selbst legte sich nur 2 mal fest. einmal im jahre 1965 als er „die faustregel“ formulierte – und 1975 noch einmal als er seine aufgestellte these korrigierte. bei ersterem ging er noch von einer verdoppelung pro jahr aus und bei letzterem lediglich nur mehr von einer verdoppelung pro alle 2 jahre (+/- ein paar zerquetschter) wegen den immer höher zu veranschlagneden kosten in relation zu den dadurch immer länger werdenden entwicklungs- und produktivitätszeiträumen.

    abgesehen davon hat er nicht das ende der verdoppelung per se vorausgesagt, sondern nur die „jeweilig zu verwirklichende verdoppelung pro herstellungseinheit in bezug zu den „herstellungs- und verfahrenskosten“ pro integrierter schaltung auf einen immer kleiner werdenden raum zu einem vernuftbezogenen preis in relation zu den gesamtherstellungskosten mit den (im jeweiligen moment der herstellung) zur verfügung stehenden preiswertesten produktionsmitteln.

    KOSTENOPTIMUM hieß und heißt das eigentliche „Moore’sche gesetz! und dieses bezieht sich ausschließlich und direkt nur rein auf die tatsächliche (reale) ausbeute an brauchbaren chips (integrierte schaltkreise) pro hergestelltem waffer (flächeneinheit) einer jeweils bestimmten baureihe.

    das die fröhliche verkleinerung dennoch „fröhlich“ weitergehen kann (weit über die jahre 2017-22 hinaus) hat er bei seiner intel-rede von 2007 erst gar nicht zur disposition gestellt.

    die frage die er lediglich aufstellte war/ist: “ ab welchen preis es stattdessen vernüftiger wäre dieses ziel – einer immer weitergehenden verdichtung von schaltkriesen auf einem immer kleiner werdenden raum – aufzugeben?

    und das ist es – im groben – was er für die jahre 2017-22 vorausgesagt hat – und nicht das ende der „verkleinerung“ an sich!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s