Fujitsu: Restart Part 2

091007_FujitsuM2010

Gestern Abend war ich einfach zu platt, um das hier abzuschliessen, musste noch Lolcats auf 11k2 posten und andere schlimme Dinge tun, daher erst heute den Teil 2 (Hier ist Teil 1). Ich bin sicher, ihr habt da Verständnis.

Auf dem Weg vom Staatsbetriebsversorger zum international konkurrenzfähigen IT-Hersteller präsentierte Fuitsu am (gestrigen) zweiten Tag des “ Innovation Showcase“ (Marketingspeak für „Hausmesse“) neben dem Gastbeitrag eines langhaarigen Microsoft-Evangelisten (Krawatte, kein Bart) zum Thema „Wie geil ist denn eigentlich Windows 7?“ (Titel sinngemäss wiedergegeben) vor allem die aktuelle Produktlinie einschliesslich einiger Geräte, die noch nicht auf dem Markt sind und daher unter NDA stehen.

Und ich müsste vollkommen mit liebgewonnenen, von führenden britischen Kollegen (wie Charlie Demerijan) adaptierten Traditionen brechen (will man ja auch nicht…), würde ich mich uneingeschränkt an diese von mir unterschriebene Vereinbarung halten. Soviel also zur Fujitsu-Futureware: Mein Eindruck vom Dienstag, die Consumersparte stünde auf einem Abstellgleis irgendwo in einem hinteren Teil des Unternehmensgeländes, war so nicht richtig. Im Gegenteil. Was heute schon mit echten Netbooks (zu echten Netbookpreisen, siehe oben das Lifebook M2010) und soliden Multimediamobilrechnern zu vernünftigen Kursen zu sehen ist, wird in den nächsten Monaten, und schon gar mit dem vollständigen Firmen-Relaunch im Januar 010 massiv fortgesetzt. Von Nadelstreifen und grauem Flanell der Siemens-Tage war kaum noch etwas zu sehen. Fujitsu scheint sich auf profitableren Maschinen der Mittel- und Oberklasse zu konzentrieren, kann hier aber preis-leistungs-technisch uneingeschränkt mitbieten.

Ich habe vor, euch in den nächsten Wochen ein paar dieser Kisten im Rahmen eines Hands-On-Reviews zu zeigen, sowas wie diesen süssen kleinen Q1500 Komplett-PC (der „Mac Mini“ von Fujitsu) oder eines der grossen CULV-Netbooks wie das Lifebook P8110. Auffällig und seriös, aber für mich weniger im Fokus: Die runden Unternehmenslösungen des Herstellers. Komplettangebote von der Serverfarm über die fernwartbaren Client-PCs bis zu Notebooks mit diebstahlgeschützten Daten auf der Mobilfestplatte sind für Enterprise-Customer (Neudeutsch für „Läden mit mehr als 5000 Mitarbeitern“) sicher mehr als nur einen Blick wert.

Definitiv cool sind dagegen die Anstrengungen der Fujitsu-Ingenieure im Entwicklungszentrum in Augsburg, die „Null-Watt-Technik“ mittelfristig auf die gesamte Produktpalette auszudehnen. Schon heute verursacht die intelligente Schalttechnik mit eigenem „Tiefschlafchip“ auf dem Mainboard nur geringe Mehrkosten, die sich auch für Heimanwender schnell per Stromrechnung wieder amortisieren. Eine (nahezu) vollständige Produktpalette mit Computern und Displays, die im Ruhezustand tatsächlich keinen, und nicht nur irgendwie wenig Strom verbraten, würde unweigerlich einen enormen Innovations- und Konkurrenzdruck auf alle anderen IT-Hersteller ausüben und zu einer deutlichen „Vergrünung“ der Branche führen. Und dafür würde dann Fujitsu von mir sofort den 11tech-Nobelpreis kriegen. Versprochen.

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