Sensation? Apple will so richtig krass fett billig werden

11tech_AppleBiligVor ein paar Tagen spekulierten wir noch, dass Apple absichtlich auf Blu-ray verzichte, um die Systempreise niedrig zu halten. Damit lagen wir goldrichtig, denn gestern verplapperte sich der Finanzchef und gab gegenüber Marktanalysten zu, dass Apple nun kräftig auf die Preise drücken werde.

Ein gut aufgelegter CFO Peter Oppenheimer konnte den Wallstreet- und Wirtschaftspressevertretern exzellente Quartalszahlen vorsetzen. Doch für die Zukunft nimmt er gleich mal die Luft aus den Prognosen: Weniger Wachstum beim Gewinn, ausgelöst durch geringere Profitmargen. Warum, lautete prompt die Nachfrage. Oppenheimer schob es nicht (wie so viele) auf den bösen Markt und die Wirtschaftskrise, sondern auf die vielen günstigen Produkte, die sein Arbeitgeber in der Pipeline habe. Damit sind nicht nur leicht preiswertere Macintosh gemeint, fand Richard Gardner von CitiGroup durch Nachfrage heraus: Die Bruttomarge in der Vorhersage ist verdächtig niedrig angesetzt, was der Finanzchef schlicht bestätigte: „Wir erwarten, dass unsere Bruttomarge um mindestens 34 Prozent fallen wird.“ Der Hauptfaktor dabei seien eben die günstigen Produktserien, mit denen Apple den Markt aufrollen und größere Volumina erreichen wolle. Die Preissenkung bei den Macbooks sei da nur der erste Schritt gewesen. Auch die iPhone-Tendenz weise ja schon in diese Richtung. Hier habe man früher als geplant die Preise reduziert und nicht lang und breit die Early Adopters abgekocht.
Eine breitere Palette von iPod-Modellen würden künftig ebenfalls die Margen belasten. Außerdem hatte man längst den Ehrgeiz entwickelt, die Konkurrenz (insbesondere MS Zune) zu unterbieten, was bereits Profit gekostet hat.
Weiterhin erwartet Apple, mit Snow Leopard im Laden weniger umzusetzen, trotz höherer Stückzahlen.
Zudem geht Oppenheimer für das nächste Jahr von höheren Logistikkosten und teureren Einkaufspreisen aus. Dennoch werden Apple den neuen Kurs konsequent steuern und sich größere Marktanteile kaufen. [rm] Bild: ArsTechnica

[AppleInsider]

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7 Antworten zu Sensation? Apple will so richtig krass fett billig werden

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  2. Sponski schreibt:

    Na ja, das Einzige, was merklich „günstiger“ geworden ist, ist das weiße MacBook. Alle anderen Produkte haben nicht wirklich Preissenkungen erfahren. Dass Apple da in Zukunft noch weiter mit den Preisen runtergehen wird, bleibt zu bezweifeln, zumal der Konzern ja in diesem Jahr Rekordumsätze eingefahren hat. Was dann aber doch irgendwie sehr bezeichnend ist, ist die Tatsache, dass sich die Apfelbauer doch scheinbar vom „Zune“ (vor allem preislich) irgendwie bedroht fühlen.

  3. Jan schreibt:

    Vielleicht hat Oppenheimer das auch auf 2010 bezogen. Aber allein sagen zu können, dass die Marge um(!) und nicht auf 34% fällt, zeigt mal wieviel daran verdient werden kann. Allerdings nur von Seiten Apples aus, die Händler werden echt mit absolut kleinen Margen abgespeist. Leider…

  4. knallbonbon schreibt:

    rein real-(sozial)-marktwirtschaftlich gedacht – und in der momentanen situation der bisher höchsten verbreitung von APPLE-produkten „ever“ – sicherlich eine äußerst wohl überlegte und clevere strategie um zukünftig eine noch größere marktdurchdringung zu erreichen.

    der gute name ist mittlerweile programm – denn für die qualität der produkte aus dem hause APPLE verbürgen sich inzwischen sehr viele user (vor allem umsteiger), gelingt es nun größere stückzahlen zu liefern (bei gleichbleibender oder besserer qualität selbstverständlich) zu preisen die nur noch wenig unterschied ausmachen zu klassischen hardwareprodukten in verbindung mit MS-produkten, so kann es durchaus so werden das APPLE in den nächsten 2 bis 3 jahren das mehrfache dessen einfahren wird können als das was sie demnächst als strategische verluste abschreiben müssen.

    man muss die zukünftigen (kurzfristgen) verluste nur als werbeausgaben ansehen. betrachtet man die sache aus der perspektive das man im nächsten jahr 34% weniger einnimmt als in diesem jahr mit der bisher höchsten steigerung, so kommt unterm strich schlechtesten-falls vllt. sogar nur ein 0-summenspiel dabei heraus. denn sie rechnen ja NUR mit „fiktiven“ mindereinnahmen – nicht aber mit „tatsächlichen“ (realen) bargeldwerten verlusten.

    und das meine lieben ist OLDSCHOOL-WIRTSCHAFTEN im besten sinne:

    also – investieren mit möglichen fiktiven verlusten auf dem weg nach oben statt mit realen gewinnen erst dann wenn es wieder bergab geht. dann nämlich wenn man quasi das tafelsilber billigst verscherbeln muss um etwaige marktanteile zu (er)-halten (oder mit sehr großen und tatsächlichen verlusten evtl. sogar auszubauen).

    als offensichtliches bspl. für letzteres kann man die speicherchiphersteller heranziehen.

    längerfristige, strategische und konzeptionelle ausrichtungen in die breite (nicht zu verwechseln mit reiner „masse“), gesundes, nachhaltiges, kundenorientiertes (kundenstamm bildendes) wachstum mit stabilen, verlässlichen und wertigen (heißt: wert behaltenden) produktpaletten. zwar langsam, dafür aber stetig und vor allem anderen – nicht verhaftet im reinen quartals-gedanken, fixiert auf kurzfristige (meist imaginäre) gewinne und nur noch mit fokus auf statistischen luftnummern bzw. abstrusen irrealen börsen-notierungen.

    ich weiß, den meisten ist diese art des wirtschaftlichen denkens und des wirtschaftlichen handelns an sich mittlerweile indoktrinär gründlichst ausgetrieben worden und deshalb fremd und unverständlich!

  5. Pingback: Apple Tablet: Massenerfolg nur mit Niedrigpreis? « 11tech

  6. netzwelten schreibt:

    Ich persönlich warte ja sehnsüchtig auf ein günstiges Apple Netbook. Hatte noch nie einen Apple und mein einziges Produkt von denen ist ein IPod Nano der 3. Generation. Würde das ganze ja gern mal ausprobieren, scheiterte aber bisher immer am Preis.

    Außerdem ist jetzt ja noch Windows 7 erschienen – auch nicht schlecht.

  7. Pingback: Wall of Sound – der wohl größte iPod-Lautsprecher « 11tech

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