Öl aus Plastikabfällen

091103evp_oilgeneratorDas wär doch mal was: Die USA-Firma Envion erzählt der Welt, sie habe einen Oil Generator entwickelt, der aus je einer Tonne Plastikmüll etwa 500 bis 800 Liter Rohöl erzeugen könne. Die dabei freiwerdenden Gase werden zur Energiegewinnung wiederverwertet, das übrigbleibende Kunstharz wird zu Schweröl umgeformt.

Das Öl aus dem „Öl-Generator“ kann ganz normal zu Petroleum, Diesel, Benzin oder Kerosin weiterverarbeitet werden. Ist das die Lösung für alle Kunststoff-Recycling Probleme? Wenn ja, werden wir das sehr bald erfahren. Wenn nein, hören wir garantiert nie wieder von dieser Erfindung.

(fritz)

( via redferret)

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3 Antworten zu Öl aus Plastikabfällen

  1. knallbonbon schreibt:

    das wurde in deutschland erfunden, weiterentwickelt, gebaut und bereits ende der 1980ziger/anfang der 90ziger jahre des letzten jahrhunderts, erfolgreich in betrieb genommen.

    nur wurde nichts daraus weil damals der ölpreis so exorbitant niedrig war das es sich (noch) nicht rechnete und demzufolge – wie fast alles was sinnvoll, umweltfreundlich und zukunftsorientiert ist und war – von unseren (politisch verantwortlichen) bundes-blödmann-regierung(en) nicht gefördert und infolgedessen zum wirtschaftlichen tode verurteilt!

    auch wurden zwischenzeitlich zahlreiche andere konzepte und projekte mit neuen herangehensweisen, u.a. zuletzt 2006 im rahmen von „JUGEND FORSCHT“, entdeckt, wiederentdeckt und/oder gänzlich neu erfunden, die zwar weitgehend beachtung fanden – und sogar bundespreise einheimsten – aber dennoch nicht (oder nur halbherzig bis kaum) gefördert wurden.

    ich würde einfach mal behaupten – die verantwortlichen politiker hielten mal wieder die hände ganz weit auf als die ölfirmen in großzügiger spendierlauene waren um solche erfindungen klein zu halten (bzw. um sie eingehen zu lassen damit sie erst gar nicht auf den markt kommen).

    und hier nur mal 2 bspl. (unter vielen) aus dem jahr 2006:

    Das Ende der Ölkrise? Neues Verfahren gewinnt Öl aus Altplastik

    Das Labor für Entsorgungstechnik der Fachhochschule Gießen-Friedberg hat es geschafft, Öl aus Plastikabfällen zu produzieren. Dabei spalten spezielle Katalysatoren die Kunststoffmolekülketten an bestimmten Stellen auf und es entsteht Öl.

    „Thermokatalytisches Kracken“ nennen die Wissenschaftler um Professor Ernst Stadlbauer von der Fachhochschule Gießen-Friedberg ihr Verfahren. Ihr „Thermokatalytischer Schlaufenreaktor“ ist patentiert und macht aus 1.000 kg Abfall etwa 1.000 Liter Öl.

    „Dieses Verfahren bietet ganz neue Möglichkeiten des rohstofflichen Kunststoffrecyclings. Die anfallenden Kunststoffabfälle können einem neuen Lebenszyklus zugeführt werden“, sagt Bernhard Jehle vom Entsorgungsspezialisten ZM Elektronik Recycling.

    ———————————————

    das konzept im rahmen von JUGEND FORSCHT (welches sogar eine medaille gewonnen hat):

    „Kraftstoffgewinnung aus Pflanzenöl der Pflanze ,Jatropha‘ und Plastikabfall“ heißt die Jugendinitiative ‚THINKenergy‘

    „Kraftstoffgewinnung aus Pflanzenöl der Pflanze ,Jatropha‘ und Plastikabfall“ heißt die Jugendinitiative „THINKenergy“ des Erfinderclubs „EventFabrik“, bestehend aus Dave Tjiok, Gabriel Szilagyi, Oliver Gorzellik, Sarah Költzow, Vanessa Gstettenbauer, Nadine Trautner und Linda Dreisen. . „Plastikabfall gibt es überall, wo es Menschen gibt. Warum soll man diesen also nicht dazu benutzen, eines der größten Probleme heutzutage zu lösen?“, meint Dave Tjiok. „Heutzutage benutzt man zur Gewinnung von Kraftstoff noch Palmöl. Daraus entsteht jedoch ein äußerst aggressiver Kraftstoff, für den man den kompletten Motor umbauen müsste. Außerdem braucht diese Pflanze sehr viel Dünger und schadet dem Boden, bis man diesen nach einigen Jahren nicht mehr benutzen kann.“, so Gabriel Szilagyi. „Für Palmöl muss man auch Regenwald abroden, um genug Platz dafür zu bekommen. Deshalb haben wir uns nach einer neuen Lösung umgeschaut!“, fügt Vanessa Gstettenbauer hinzu. Die Lösung heißt „Jatropha curcas“, eine äußerst anspruchslose Pflanze, die auch nutzbringend für die Wiederherstellung von erodiertem Boden ist und keinen Dünger braucht. „Sie wächst fast wie Unkraut“, erzählt Nadine Trautner. „Außerdem ist sie ein wenig giftig, wird also nicht von Tieren gefressen.“ „Unsere erste Anlaufstelle für dieses neue Projekt ist Indonesien, wo Plastikabfall in rauhen Mengen, ohne Organisation der Müllentsorgung, herumliegt und die Pflanze überall wächst. „Dort kann neben der Tatsache, dass man endlich von der Abhängigkeit vom Erdöl wegkommt, auch die Armut durch Ankurbelung der regionalen Wirtschaft bekämpft werden.“, sagt Linda Dreisen. „Durch die Kombination des aus dem Plastikabfall gewonnenen Öls und des Öls der Pflanze, kann ein für die Zukunft nutzbringender Kraftstoff gewonnen werden, denn die Ressourcen auf diesem Planeten sind begrenzt.“, erzählt Dave Tjiok abschließend. Dieses Projekt wird von Vanessa Gstettenbauer und Nadine Trautner beim „Jugend forscht“-Wettbewerb präsentiert. Einen kleinen Vorgeschmack bekam der Erfinderclub schon auf der Messe: Das Projekt gewann die Silbermedaille auf der internationalen Messe.

  2. Gördi schreibt:

    irgendwo hier im Norden gibts auch so eine Anlage.

    Allerdings bezweifle ich das aus einer Tonne Plastik bis zu 800Liter Öl herauskommen soll.
    Das wäre mal eben über 80% (grob übern Daumen)
    Das ölproblem lösen kann es auch nicht, allerhöchstens verlangsamen.
    Und wie Knallbonbon schon sagte: es ist derzeit schlicht zu teuer bzw nicht rentabel.

  3. DJGummikuh schreibt:

    ausserdem woltle knallbonbon glaube ich auch darauf hinweisen, dass neben der wirtschaftlichkeit überhautp kein interesse an so etwas besteht. Warum auch? Sinkende Ölreserven = steigender Preis. Da aber die ganze Gesellschaft auf Öl angewiesen ist, wird trotzdem der immer höher steigende Preis bezahlt. Warum sollten die Mächtigen dieser Welt sich selbst dieser Einnahmequelle beschneiden? Denn dass führende Politiker an dieser Abzocke mitverdienen ist ja nicht einmal mehr ein Geheimnis, geschweige denn weit hergeholt.
    Ich kann gar nicht soviel Fressen wie ich Kotzen möchte

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