Studie: Jugend tötet sich immer noch gerne per SMS

Das britische Lehrvideo über einen Horror-Autounfall (siehe unten), verursacht durch intensive Handy-Nutzung, hat sich überall im Internet verbreitet. Genutzt habe es nichts, so eine frische Untersuchung des Pew Centers.

Ein gutes Drittel der Fahranfänger (!) sei dabei erwischt worden, wie sie während der Fahrt Kurznachrichten ins Mobiltelefon eintippen – von lesen oder Anrufe annehmen noch ganz zu schweigen. Eine SMS verfassen sei so ziemlich die beste Methode, seine Konzentration komplett vom Geschehen auf der Straße abzuziehen und damit einen Unfall zu provozieren.
Verboten ist so etwas natürlich fast überall, doch die Teens können kaum widerstehen, wenn es klingelt. Dann nehme das Unheil seinen Lauf. Das Problem scheint insbesondere in angelsächsischen Gefilden derart heftig zu sein, dass US-Präsident Obama eine Gesetzesvorschrift erließ, die insbesondere den Fahrern von Bussen, Bahnen und U-Bahnen ab sofort verbietet, während der Fahrt Kurznachrichten zu tippen. Ob das auch für „Hilfe, ich werde entführt!“ gilt?
Jedenfalls seien alle Polizisten in Großbritannien und Amerika instruiert worden, sich des Problems anzunehmen. Die Geldstrafen für Text-Täter wurden ebenfalls erhöht.
Das Ergebnisse des Pew Research Centers — 34 Prozent der Fahranfänger texten beim Fahren — sorge bei anderen Verkehrsteilnehmern angeblich schon für Angstzustände, wegen eines solchen Idioten selbst das Leben zu verlieren.

Nicht ganz unbegründet, denn die zuständige US-Behörde (National Highway Traffic Safety Administration) meldete in diesem Zusammenhang 5.870 Todesfälle und 515.000 Verletzte, nur weil der Unfallgegner extrem abgelenkt war.
Bei uns wird so etwas in keiner Unfallstatistik erfasst. Die Strafen für das Anfassen des Handys liegen für Autofahrer bei 40 Euro und einem Punkt (Fahrradfahrer zahlen 25 Euro). Da gerade junge Menschen dem Drang zum mobilen Kommunizieren leichter mal erliegen, würde es auf jeden Fall erklären, warum die Zahl der schweren Unfälle bei Fahranfängern zunimmt – trotz ESP, Airbag und besseren Fahrwerken.
Wie man sich fühlt, wenn sich der Fahrer fast ausschließlich mit seiner Kommunikation und fast gar nicht mehr mit dem Straßengeschehen beschäftigt, kann jeder von uns ganz leicht erleben: Einfach mal im Ausland Taxifahren. Da kommt so richtig gar keine Freude auf… [Ralf]

[BuPipeDream]

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