Zeitmaschine für den Browser

„Das Web ver gisst nie“, heißt es ja so schön, wenn man junge Menschen davor warnen will, der Öffentlichkeit des Internets allerlei intime Informationen und Fotos zugänglich zu machen.

Braucht man aber mal tatsächlich belastende Informationen über den neuen Chef die historische Ausgabe einer Site, stellt sich das Ganze meist doch etwas schwieriger dar als erhofft. Was Memento ändern soll.

Das System, das an der Old Dominion University in Norfolk entwickelt wird, soll es Besuchern von Sites ermöglichen, sich auch deren Zustand zu einem früheren Zeitpunkt zu Gemüte zu führen.

Das funktioniert relativ simpel, und zwar nach dem selben Prinzip, nachdem in HTTP zum Beispiel auch der Standort des Besuchers abgefragt und eine Version in der entsprechenden Sprache präsentiert wird.

Bei Memento werden etwa auf einem Apache-Serversystem lediglich vier zusätzliche Zeilen Code benötigt, um einen Seitenaufruf nach Datum zu ermöglichen; für Browser soll es ein Plug-In geben(das bisher allerdings nur für Firefox entwickelt wurde), das über ein Drop-down-Menü die Datumssuche ermöglicht.

Memento setzt zwar voraus, dass der Betreiber einer Site auch tatsächlich verschiedene Versionen seiner Seiten vorhält, aber gerade angesichts der zunehmenden Diskussionen über die Glaubwürdigkeit von Informationen aus dem Internet sehen Experten in dem System eine Möglichkeit, für mehr Transparenz zu sorgen. [dieter]

[via New Scientist]

 

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