Krankenversicherung verweigert sich – wegen Facebook-Fotos

Eine 29jährige Kanadierin leidet seit längerem an schweren Depressionen. Arbeitsunfähig, die Ehe ein Scherbenhaufen und nun droht auch noch ein finanzielles Desaster, weil eine Versicherung ihren Facebook-Account geknackt hat.

Der Hausarzt hatte Nathalie B. dazu geraten, jede Form von Freude anzunehmen und anzustreben, mit Freunden auszugehen und Partys nicht auszuschlagen, statt sich einsam in eine Ecke zu verziehen. Das tat sie und postete die Fotos von ihren ersten Lächel-Erfolgen auf Facebook – zugänglich nur für Freunde und Familie. Das hielt ihre Krankenversicherung offenbar nicht ab, sich einzuhacken und mal ihre bildlichen und textlichen Aussagen zu überprüfen. Ergebnis: Per Brief wurde ihr gerade mitgeteilt, dass die Versicherung (Manulife) nichts mehr zahlen werde. Sie habe schließlich punktuell Spaß (übrigens auf ihrer eigenen Geburtstagsparty!) am Leben, da könne man eine Therapie wegen Depressionen oder die Lohnfortzahlung (sie arbeitet bei IBM) nicht mehr zahlen. Peng. Versenkt! *Sarkasmus on* So ein Suizid, das wird dann ja auch viel billiger. *Sarkasmus off, Kommentar on:* Das ist also die inhumane Gesellschaftsform des 21. Jahrhunderts, bei dem gesichtslose Großkonzerne die Menschen wie Shit behandeln (dürfen)? Na prima! Da wünscht man sich doch tatsächlich die Klimakatastrophe herbei, um diesen ganzen Egomania-Schmutz der Finanz/Versicherungs/Banken-Branche endgültig davonzuwaschen… [Ralf]

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4 Antworten zu Krankenversicherung verweigert sich – wegen Facebook-Fotos

  1. winky schreibt:

    also würd ich für IBM arbeiten, wär ich auch depressiv. reicht mir schon dasss ich mit IBM arbeiten muss =)
    und wer sagt denn, dass die versicherung facebook gehackt hat? vllt is das seitens facebook auch einfach nur ein kleines zubrot? ich könnt mir schon vorstellen, dass da n markt existiert. adressdaten zu verticken ist ja nun langsam durch, 6 milliarden sind ja nun auch nicht DIE masse…

  2. Gördi schreibt:

    Nunja, aber Fakt ist das das Private Daten sind auf die die Krankenkasse mit legalen mitteln nicht hätte zugreifen können.
    Ergo sind die Daten illegal besorgt worde.
    USofA
    Verklagen
    Auf mindestens 5 millionen Dollaretten.
    Epic Win

  3. Kohloe schreibt:

    leider gibts keine zitierfunktion :<

  4. Schussel schreibt:

    ich würd mal sagen, die daten sind nicht nur nicht verwertbar nach amerikanischem recht, sondern die versicherung hat sich auch in höchstem grade strafbar gemacht, da sollte selbst die fratzenkladde klage einreichen, tun die ja bei jedem annern der dort einbricht auch. frag mich ja eher, wie doof die von der versicherung sind…

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