Vinylkopieren leicht (naja) gemacht

Da fällt sie, die letzte Bastion der Musikvertriebsindustrie.

Nicht nur CDs und MP3-Songs lassen sich originalgetreu kopieren – selbst Vinyl ist vor Piraterie nicht sicher.

Na gut, ehrlich gesagt ist es eher eine Bastelarbeit für Leute, die ihre wertvollen Originale schützen wollen, aber sagen wir mal so: Wer Spaß am Basteln hat und sein Vinyl wirklich liebt, könnte daraus ein neues Hobby machen.

Und wenn man jemandem eine Kopie von einer alten Platte zieht, steht er immerhin deutlich tiefer in der Schuld des großzügigen Vervielfältigers als es bei einer lausigen MP3-Kopie der Fall ist. [dieter]

[via Make]

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4 Antworten zu Vinylkopieren leicht (naja) gemacht

  1. Gördi schreibt:

    Na mit HiFi dürfte diese Kopie nicht mehr viel gemeinsam haben. Die kleinen, feinen rillen werden wohl nicht mit guter Qualität kopiert werden, entsprechend mau wird auch der Klang dieser Scheibe sein.

    Bessere Ergebnisse dürfte man vieleicht erhalten wenn man den Abdruck einem Unterdruck bzw Vakuum beim giessen aussetzen würde.

  2. Mai schreibt:

    Ich stimme meinem Vorredner zu.
    Das wird doch nix sinnvolles.

    Vor allem braucht dort nur ein einziges Luftbläßchen auf der Platte zu sein. Wenn die Nadel in das Luftbläßchen gerät, kann man sich von seinem Diamanten verabschieden.
    Das heißt dann eine neue Nadel kaufen, was bei einigermaßen guten MM-Systemen schon sehr ins Geld gehen kann. Bei MC-Systemen kann man sich gleich ein ganz neues System kaufen oder retippen lassen. Viel Spaß dabei… 😉

  3. Spiegelei schreibt:

    Naja, denke, dass es sehr vom Werkstoff abhängt! Dass man z.B. nicht eben Gips aus dem Baumarkt nehmen kann/darf, ist klar. Aber wenn man ein dünnflüssiges Medium nehmen würde, so hätten Luftblasen keine Chance. Oder ein Medium, welches lange zum Aushärten braucht.

    „Endfest 300“ könnte ich mir sehr gut als Material für die Schallplatte vorstellen. Es braucht alleine 12 Stunden zum aushärten, da kann sich kein Luftbläschen halten. Ist dann aber immer noch recht weich und klebrig. Nach spätestens einem weiteren Monat ist das Zeug viel härter und verschleißfester als eine Original Schallplatte. Es wäre in der größe Allerdings empfindlich wie Glas. Wenn man Ahnung vom laminieren hat, könne man eventuell noch eine 12er Matte mit rein packen, und etwas an der Harzmischung drehen, und dann wäre das Ding unverwüstlich….

    (Allerdings müsste die Form klebstoffabweisend sein, z.B. Silikon)

  4. Mai schreibt:

    @Spiegelei

    Klar hängt das Ganze vom Werkstoff ab. Aber auch von der Verarbeitungsmethode. Das wird schwer das mit Hausmitteln gut hin zu bekommen.

    Selbst in dünnflüssigen Medien können Luftblasen bleiben. Schon die feinen Rillen dürften da die eine oder ander Blase halten.

    Deine Idee mit Endfest ist auch so eine Sache. Mag sein, dass sich dieses eventuell für das Positiv eignet. Aber Fehler können ja auch schon bei Erstellung des Negativs entstehen. Und da kann man kaum so etwas verwenden, es sei denn man will seine Schallplatte mitsamt Klebstoff danach entsorgen 😉

    Es müssen eben zwei Abdrücke des ganzen angefertigt werden, wobei beide absolut fehlerfrei sein müssen. Zudem muss das Original absolut staubfrei sein. Das ist insgesamt kaum möglich.

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