Röhren in den Kopf: Schiit

Ich gebe zu, die Überschrift ist etwas sperrig. Also: Die US-Firma Schiit Audio (die heissen wirklich so) entwickelte diesen echt scharfen High-End-Headphone-Amp, der ab März für rund 450 USD zu haben sein soll.

Bemerkenswert daran ist die Verwendung von JJ ECC88 Vorstufenröhren für glockenklaren Sound, der von einer für Kopfhörerverhältnisse recht massiven MOSFET-Endstufe ausgeliefert wird. Was für Spezialisten, aber gut, dass es sowas auch gibt. Sonst gäbs ja keinen Vergleich.

Und falls einer von euch das alles für Humbug hält: Ich als ausgebildeter Tontechniker kann zum Beispiel den Unterschied zwischen verschiedenen Endstufen bewusst hören. Andere dann eben nur unbewusst.

(via engadget)

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2 Antworten zu Röhren in den Kopf: Schiit

  1. Mai schreibt:

    Achja, die lieben Leute von Schiit haben mal wieder was neues rausgebracht.
    Mir schießen nur gleich mehrere große Fragezeichen aus dem Hirn wenn ich mir dieses Produkt anschaue:

    1. Warum braucht man 6 Watt Ausgangsleistung in einem KHV? Es gibt absolut keinen Kopfhörer, der auch nur annähernd eine solche Leistung benötigen würde. Dadurch entsteht nur die unnötige Gefahr, durch Gerätefehler oder Fehlbedienung sich zum einen seinen evtl. hochpreisigen Kopfhörer in kürzester Zeit zu zerstören, zum anderen aber auch, bis dies passiert ist, sich sein Gehör in gleicher Weise zu versauen.

    2. Wer sollte solche irrsinnigen Preise für ein vergleichsweise einfach zu entwickelndes und zu bauendes Gerät ausgeben? Da kann man schon für viel weniger einen ausreichenden Gegenwert erhalten, welcher in der Lage sein sollte, prinzipiell jeden Kopfhörer adäquat zu betreiben. Ein solch hochpreisiges Gerät sollte ja vom Wert auch einem entsprechenden Kopfhörer in sinnvollem Verhältnis gegenüberstehen. Der einzige dynamische Kopfhörer, welcher mir da spontan einfällt währe ein HD800, der aber mit seinen 1k€ sicherlich ein absolutes Nischenprodukt bleiben wird.
    3. Die ECC88 ist im Prinzip eine ganz normale Rundfunkröhre, sie wird von allen halbwegs erwachsenen Transistorschaltungen in ihren elektrischen Werten (Frequenzgang, Klirr, Rauschen, usw. usf.), also ihrer Präzision in der Musikreproduktion, in den Schatten gestellt.
    4. Fritz der Tontechniker: Sicherlich kannst du Endstufen vom Klang unterscheiden, sofern diese bewusst vom Hersteller ‚gesoundet‘ wurden, also eine eigene Klangsignatur verpasst bekommen haben, wie dies z.B. bei vielen Röhren- oder Hybridgeräten der Fall ist. Für eine möglichst hohe Wiedergabetreue (HiFi nennt sich das) ist so ein Sounding aber kontraproduktiv. Entsprechend kann man auf hohe Wiedergabetreue hin ausgelegte Endstufen, aber auch alle anderen Geräte in der Wiedergabekette, nicht mehr voneinander unterscheiden, da die Technik so weit entwickelt ist, dass alle messbaren Unterschiede um Größenordnungen unter der menschlichen Hörschwelle liegen.

  2. Jan schreibt:

    Den Unterschied zwischen einem Röhrenamp und einem Transistoren Amp zu hören, ist keine Kust. Ich sag nur: k2 und k3, ne? 🙂

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