Pornoscanner: Ich war dabei

Wobei ich erstmal klarstellen muss, dass der schöne Begriff „Pornoscanner“ auf dem Mist von Fritz gewachsen ist.

Aber zur Sache: Am Montag stand ich in Hamburg auf dem Flughafen, und da werden ja die neuen Ganzkörperscanner am lebenden Objekt getestet. Und abenteuerlustig, wie ich bin, habe ich mich natürlich dort angestellt, wo man aufs Geheimnisvollste mit dem Gerät durchleuchtet wurde.

Und was soll ich sagen? Völlig unerotisch war’s. Und sonderlich effizient auch nicht.

Mensch stellt sich bei dem Gerät in eine Schleuse, nimmt die auch in der Abbildung zu erkennende Körperhaltung ein und muss 30 Sekunden in selbiger verharren.

Schon das bereitet einigen Menschen Probleme: Die seltsame Abwinkelung der Arme ist nicht jedermanns Sache.

Was soll’s – wehgetan hat’s ja nicht, und schneller ging’s auch. Dachte ich.

Mit dem Scannen war’s nämlich nicht getan: Es folgte das übliche Abtasten und Handscannen, und sogar Schuheausziehen stand auf dem Programm (was mir ewig nicht mehr passiert war). Bei dem flüchtigen Blick auf das Scanner-Bild, den ich erhaschen konnte, war eigentlich nichts Besonderes zu sehen: Markierungen konnte ich nur dort erkennen, wo sonst die Armbanduhr sitzt (die ich aber abgelegt hatte).

Fazit: Dauerte eher doppelt so lange wie bei der traditionellen Schleuse, und wenn nachher sowieso noch der Handscanner eingesetzt wird, kommt man schon ins Grübeln, was das Ganze soll.

Aber das – so erklären es die Sicherheitsleute – könnten einem die beiden Beamten der Bundespolizei erklären, die sich im Hintergrund tummelten. Klar doch – so wie denen die technische Kompetenz ins Gesicht geschrieben stand … [dieter]

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3 Antworten zu Pornoscanner: Ich war dabei

  1. Gördi schreibt:

    Heute hier im Radio: Das Teil hat eine Fehlerquote von über 70%.
    Daher auch wohl die Nachkontrolle.

    Und vor gut nem Jahr am Moskauer Flughafen ging es dadurch sehr viel schneller, aber da scheint das auch eher eine Formalie zu sein: Kontrolliert? Jepp. Ok.
    … aber ich bin nicht ganz sicher was bei deren Model alles gezeigt wurde… die Dame am Monitor hat mich zumindest nett angelächelt ;o)

  2. Anonymous schreibt:

    Bin erst vor kurzem über Amiland in den Urlaub geflogen. Auf beim Hinflug wollte ich durfte aber nicht 😦
    Beim Rückflug hatten wir nur 1h Umsteigezeit, was sehr sportlich war. Erst hat der „freundliche“ Offizier der TSA es nicht hinbekommen die Fingerabdrücke zu scannen. Dann durfte ich durch den P-Scanner. Habe vorher wie geheisen alle Gegenstände aus meinen Taschen geholt und bis aufs T-Shirt ausgezogen.
    Scannen ging relativ schnell, danach stand ich dann aber vor einem Offizer der versuchte über Funk seinen Kollegen vorm Monitor zu erreichen. Hat ne Minute gedauert. Dann hat er auf meine Hosentasche gezeigt in der ich tatsächlich ein verrotztes Tempo gelassen hatte. Hab ich ihm dann in die Plastikbox geworfen die er mir hingehalten hat. Beim nachfolgenden abtasten hat er dann auch noch den zusammengeknüllten Kassenzettel in der anderen Hosentasche gefunden. Hab ich ihm auch gegeben 😉 Hat gefragt ob ich den Kram zurück will. Ich wollte nicht, nur mein Flugzeug erreichen.

  3. Pingback: Feigenblatt-T-Shirt gegen Pornoscanner | 11tech

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