Kollateralschäden: Das GPS war’s

Die von Autofahrern gerne vorgebrachte Ausrede („aber das Navi hat doch gesagt, dass ich da abbiegen soll“) könnte künftig auch vom US-Militär vorgebracht werden, wenn es wieder einmal darum geht zu erklären, weshalb man nicht die Bösen mit einer Granate weggeputzt hat, sondern die Guten (oder zumindest die, die man gerade dafür hält).

Ins Ziel gesteuert werden sollen Explosivgeschosse nämlich künftig per GPS.

Das Ganze nennt sich völlig neutral Accelerated Precision Mortar Initiative (APMI) und soll bereits in Afghanistan angeliefert worden sein.

In der Spitze der Granate befinden sich ein GPS-Empfänger und ein Controller, der das Geschoss steuert. Außerdem lässt sich auch festlegen, wann die Explosion stattfinden soll: noch in der Luft, beim Aufschlag oder nachdem sich die Granate in eine feste Struktur gebohrt hat.

Das soll nun sieben Mal präziser geschehen als bislang möglich – allerdings schickt das US-Militär auch die Anmerkung hinterher, dass APMI in etwa der Hälfte aller Fälle eine Genauigkeit von 10 Metern erreiche. Und da ist ja noch viel Platz für Zivilisten … [dieter]

[via Popsci]

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2 Antworten zu Kollateralschäden: Das GPS war’s

  1. Gördi schreibt:

    öhm, ich würde sagen das eine genauigkeit von 10 metern von einem normalem Mörser nicht erreicht wird, oder?

  2. Arno Nühm schreibt:

    imo war es früher so das bei über 100 Meter drumherum als treffer galt. Da sind 10 Meter ein Witz

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