Apple gibt Intel einen Korb. Sagt Charlie

Das ist mal wieder was grösseres, zumindest für die obst-logo-orientierte Hemisphäre der Informationswelt. Wer erinnert sich noch an den Aufschrei, der um die (Mac-)Welt ging, als Apple von IBM-PowerPC-Chips auf Intel-Prozessoren wechselte? Nun, die Welt ging nicht wirklich unter deswegen, und sie wird es auch nicht anlässlich der nächsten grossen Transition tun.

Wie der mutmasslich bestinformierte TechJournalist unserer Branche, Charlie Demerjian, auf seinem Insiderblog SemiAccurate versichert, sei der Vertrag schon unterschrieben, der Apple-Rechner – mobil und stationär – ab irgendwann in 2013 mit ARM-Chips ausstattet. Also wieder eine relativ frei konzipierbare RISC-Architektur statt umständlich zu programmierender x86er-Prozessoren, und eine Energie-Effizienz, wie sie von konventionellen PCs unabhängig vom Betriebssystem einfach nicht erreicht wird.

Nicht ganz zufällig hat Apple ja bereits einen Berg Erfahrung mit ARM-Chips gesammelt: Die Prozessoren in iPad und iPhone sind Designs des britischen Prozessorentwicklers ARM und werden von Samsung speziell für Apples Bedürfnisse gefertigt. Nachdem aber auch bei diesen bisher nur in Mobilgeräten eingesetzten Stromsparchips echte Hochleistungsausführungen mit vier Kernen und respaktablen Arbeitstakten in Sicht sind, ist der Schritt weg von Intel und hin zu ARM für Apple nicht nur reel, sondern sogar sinnvoll. Mehr Kontrolle über die Hardware und eine stärkere Differenzierung von der Windows-Welt ist für Steve Jobs (und seine Lifestyle-Legionen) ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann. Lassen wir uns überraschen.

semiaccurate

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