Digitale Bürgerwehr im Anmarsch?

Es mag altmodisch klingen, aber ich bin Befürworter des staatlichen Gewaltmonopols – eines gut überwachten Staates wohlgemerkt.

Privatisierung bedeutet aber wohl nicht mehr nur, dass es „gated communities“ gibt, privat bewachte Wohlstandsghettos, sondern auch, dass man online Jagd auf echte und vermeintliche Kriminelle macht, und zwar per Gesichtserkennungssoftware.

Bei Google hat sich eine Gruppe namens London Riots Facial Recognition zusammengetan, die es sich (der Name sagt es schon) zum Ziel gemacht hat, Beteiligte der Unruhen zu identifizieren.

Offenbar wird zwar ganz gesittet diskutiert, dass man nur legale Quellen für Fotos verwenden will, aber wenn man den nicht völlig unbegründeten Verdacht hat, dass die Leute, die da plündern und zündeln, nicht unbedingt so helle sind, dass sie darauf achten auch schon anonym zu bleiben, sollte einiges an Belastungsmaterial zusammenkommen.

TechCrunch nennt das Ganze ziemlich treffend „crowdsourcing of justice“ – was meint Ihr dazu? [dieter]

[via TechCrunch]

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