Datenspeicherung: Zurück zum Stein

Für die Zehn Gebote waren Steintafeln ja auch ausreichend – weshalb also sollte man auch für wesentlich Trivialeres wie etwa Unternehmensdaten nicht auf das bewährte Material zurückgreifen?

So jedenfalls macht es LG und kündigt an zusammen mit dem Start-Up-Unternehmen Millenniata Datenträger aus „natürlichen“ und „steinartigen“ Substanzen auf den Markt zu bringen.

Die „M-Disc“, wie das neue Produkt getauft wurde, soll praktisch unzerstörbar sein – kochendes Wasser und flüssiger Stickstoff sollen ihm nichts anhaben können.

Der Trick an der Sache: Im Gegensatz zu herkömmlichen Silberlingen werden bei der M-Disc die Informationen per Laserstrahlen als Löcher in die Oberfläche gebrannt, womit wir ja beinahe schon bei einem anderen Wiedergänger, der Vinyl-Schallplatte, wären.

Etwas lautsprecherisch verspricht LG, die Scheiben hielten bis zum Ende der Welt, mindestens aber tausend Jahre (oder auch andersrum). Lesen kann die Scheiben jedes normale DVD-Laufwerk, zum Beschreiben braucht am allerdings ein Spezialgerät.

Zu den weiteren Haken zählt, dass die Schreibgeschwindigkeit bei fünf Megabyte in der Sekunde liegt und nur 4,7GB auf die Steinplatte passen; dafür soll der Preis aber unter drei Dollar pro Stück liegen. [dieter]

[via Dvice]

 

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Eine Antwort zu Datenspeicherung: Zurück zum Stein

  1. neLLi tHe kiD schreibt:

    sehr schöne idee, keine paralleltechnik, sondern kompatibel zu bestehenden dvd laufwerken – das klingt nicht nach einer todgeburt 😀

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