Kommt der Markt für Gebraucht-MP3s?

Dass es so etwas wie ReDigi gibt, ist irgendwie an mir vorbeigerutscht, aber tatsächlich steht die Musikvertriebsindustrie auf einmal in einer ganz neue Klemme, die sie selbst mit heraufbeschworen hat.

Wenn man nämlich so tut, als sei eine MP3-Datei so etwas wie eine handfeste Ware, an die man ein Preisschild hängt und deren  Download man mit einer Schadenssumme beziffern kann – kann man dann jemandem, der seine Musikdateien in offiziellen Online-Shops erwirbt, verbieten, diese gebraucht weiterzuverkaufen?

Klebt man weiter an der Logik, dass auch MP3-Dateien so etwas seien wie CDs oder Vinyl-Platten, kann man diesen Handel wohl kaum untersagen- und genau das ist das Geschäftsmodell von ReDigi.

Dagegen hat EMI vor einem US-Gericht Klage erhoben – und ist erst einmal abgeschmiert.

Da sei zu viel grundsätzlich zu klären, meinte der Richter, der dem simplen Argument nicht folgen wollte, dass ReDigi  nicht sicherstellen könne, dass die Gebraucht-MP3-Verkäufer das Original auch tatsächlich löschten.

Was dabei letztlich herauskommt, wird sich wahrscheinlich erst einige Instanzen weiter zeigen. So weit ich weiß, ist bei Gebraucht-Software, wo die Problemlage ja ähnlich ist, das letzte juristische Wort auch noch nicht gesprochen, also warten wir mal ab. [dieter]

[via electronista]

 

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