Videoüberwachung: Oder auch mal anders rum

In New Jersey hat die Bürgerrechtsorganisation ACLU eine App entwickelt, die dem Mann oder der Frau auf der Straße dabei helfen soll, sich wenn vor Polizeiübergriffen schon nicht zu verteidigen, so sie zumindest doch so aufzuzeichnen, dass sie unwiderbringlich dokumentiert sind.

Die App namens Police Tape gibt einerseits Tipps für das Verhalten bei Kontakten mit der Polizei, startet andererseits bei Aktivierung aber auch einen Sprach- und Videorekorder.

Der wiederum wid auf dem Smartphone-Display derartig minimiert, dass er auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist.

Und selbst wenn ein Ordnungshüter feststellt, dass man mitzeichte, kann er die Aufnahme nicht ohne weiteres löschen – die ist dann nämlich bereits auf einen Server der ACLU New Jersey hochgeladen.

Meine juristischen Kenntnisse reichen zwar nicht aus, um sagen zu können, ob so etwas in Deutschland legal wäre, aber so aus dem Bauch raus würde ich  sagen, dass das ein angebrachtes Gegengewicht zur staatlichen Videoüberwachung sein könnte. [dieter]

[via SlashGear]

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2 Antworten zu Videoüberwachung: Oder auch mal anders rum

  1. Mark schreibt:

    a) Es gibt keine staatliche Videoüberwachung.
    b) Gibt es sowas schon lange: http://www.openwatch.net/
    c) Sollte man den Polizisten für ihre Arbeit dankbar sein. Durch solche Apps und das ständige Auflehnen gegen die Polizei wird deren Motivation, tatsächlich für den Bürger da zu sein nicht gerade gesteigert.

  2. taffi schreibt:

    @Mark.
    a) Falsch! Es gibt staatliche Videoüberwachung, nämlich an sogenannten ‚Kriminalitätsschwerpunkten‘ wie z.B. Bahnhofvorplatz Düsseldorf und bis vor ein paar Monaten Aachen Elisenbrunnen.
    c) Es gibt solche und solche. Viele haben wohl sehr viele Dienst- bzw. Überstunden. Das geht an die Nerven.
    Zudem muss man einfach sehen, mit welchen Leuten die Polizisten ständig zusammenkommen. Da macht sich dann die Meinung breit, das ein breiter Bevölkerungsteil nicht in die Gemeinschaft passen. Der Rest der Bevölkerung wird dann halt auch so behandelt.
    Es muss für die Polizisten aber auch -oder gerade für sie- das gelten, was die Innenpolitiker dem Rest der Bevölkerung gegenüber erzählen: ‚Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten‘.
    Und zudem hat der Polizist seine Arbeit im gesetzlichen Rahmen zu machen. Er wird schliesslich dafür bezahlt.
    Mein Arbeitgeber verlangt das auch von mir.

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