Elektro-Autos: Wenn der Strom aus der Fahrbahn kommt

Ein wesentlicher Nachteil, den Elektro-Automobile derzeit noch haben, liegt darin, dass sie nach relativ kurzer Zeit wieder aufgeladen werden müssen.

Der klassische Lösungsansatz dafür ist, dass an längerlebigen Batterien gearbeitet wird. Der unkonventionelle Lösungsansatz heißt Induktionsladen beim Fahren.

Letzteres hat Takashi Ohira ausgetüftelt, seines Zeichens Professor an der japanischen Toyohashi-Universität. Seine Idee besteht darin, einerseits in Autoreifen und andererseits in die Fahrbahn ein Induktionssystem einzubauen. Dazu müssten in ca. 10 cm Tiefe  Metallplatten unter die Beton-Fahrbahn gelegt werden.

Die Übertragung an sich soll schon ganz gut funktionieren – die Effizienz liegt bei 90 Prozent, die Leistung bei 60W. Das ist allerdings nur der Anfang. Ohira meint, dass man sowohl die Leistung steigern als auch die Platten bei 20 cm tiefer verlegen könne.

Dass dafür sämtliche Straßen aufgerissen werden müssten, ist wohl noch das geringste Problem – das kann man bei den ja ohnehin ständig stattfindenden Reparaturen gleich mit erledigen. [dieter]

[via Geek.com]

Dieser Beitrag wurde unter it news, unterwegs, zukunft abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Elektro-Autos: Wenn der Strom aus der Fahrbahn kommt

  1. Gördi schreibt:

    Hab isch doch schon immer jesacht!

    Strom per Induktion übertragen und die Magnetfelder gleichzeitig zum automatischen lenken nutzen. Letzten endes könnte man dort auch noch gleichzeitig Daten übertragen was eine autonome Fahrzeugführung erlauben würde.

    Einziger Haken: Es sind eben Magnetfelder. Und auf unserer Erde richtet sich ziemlich viel danach.

  2. epospecht schreibt:

    klingt auf den ersten Blick nicht schlecht, allerdings bezweifel ich die 90%. Vielleicht unter sehr speziellen Laborbedingungen, in der Realität werden wir das nicht erreichen (Zumal ja noch Leitungsverluste beim Stromtransport hinzukommen ). Und selbst wenn, das Umrüsten der Autobahnen wird unerschwinglich sein (Auch wenn man theoretisch nur eine Spur ausbauen muss, und auch da nur alle paar Kilometer (ja nach Ladegeschwindigkeit)). Zumal man es in den klassischen Zyklus der Autobahnerneuerung wird einbringen müssen, was auf einen Realisierungszeitraum von ca. 30 Jahren schließen lässt. So lange muss die Technik also teuer im Auto verbaut sein ohne einen großen Nutzen zu bieten.

    Da scheint mir die regenerative Erzeugung von Methan durch Elektrolyse und Methanisierung, der Transport des Energieträgers im vorhandenen Gasnetz und die Nutzung im Auto mittels Verbrennungsmotor (vorerst) oder Brennstoffzelle (später) bedeutend günstiger und sinnvoller zu sein.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s