Nie wieder mit dem Kopf gegen den Laternenpfahl (vielleicht)

AnshinKünftige Ethnologiestudenten werden eines Tages bei ihren Professoren antichambrieren, ob sie nicht zu dem Thema promovieren dürfen, wie sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Verhalten von Fußgängern unter dem Einfluss von Smartphones verändert hat.

Dass dem so ist, ist zumindest in Großstädten eine Alltagserfahrung, die mitunter recht schmerzhaft verlaufen kann, wenn es zu Kollisionen kommt. Dem aber will der japanische Telekommunikationskonzern NTT Docomo nun Einhalt gebieten.

Er bietet ab heute den Nutzern von Android-Smartphones eine neue Funktion an – den so genannten Anshin-Modus.

Ist der aktiviert, achtet das Smartphone darauf, ob sein Besitzer gleichzeitig läuft und sich Aktivitäten widmet, die ihn potenziell vom Geschehen in seiner Umgebung ablenken (etwa beim Verfassen einer SMS).

Stellt das Telephon derart regelwidriges Verhalten fest, zeigt es einfach eine Warnmeldung auf dem Display und friert die aktuell dort gezeigten Inhalte ein.

Natürlich soll man mit Anshin nicht zum Sklaven seines Smartphones werden – wer stehenbleibt und eine spezielle Taste auf dem Display drückt oder den Ein/Aus-Schalter fünf Sekunden betätigt, kann mit dem fortfahren, was er gerade im Sinn hat.

Nett gedacht, aber ob sich  Sitten und Gebräuche, die sich inzwischen fest etabliert haben, so einfach zurückdrehen lassen, wage ich mal zu bezweifeln. [dieter]

[via Akihabara News]

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