Sicherheit: Das Gyroskop hört mit

gyroskopGerade noch hatte uns die Wissenschaft mit der Erkenntnis erfreut, dass man selbst Chips-Tüten für Lauschangriffe nutzen kann, da legen Mitglieder der Stanford University und der israelischen Forschergruppe Rafael nach und wollen demonstrieren, dass man auch das Gyroskop, das mittlerweile in so ziemlich jedem Smartphone steckt, zum Abhören geeignet ist.

Und das, ohne dass das Mikrophon auch nur ansatzweise beteiligt wäre.

Ein kleines Programm namens Gyrophone bringt das Gyroskop dazu, Schwingungen aufzuzeichnen und mit Hilfe einer Spracherkennungs-Software zu entschlüsseln – und jede App, die auf das Gyroskop zugreifen darf, kann dabei auch diese Aufzeichnungen abgreifen.

Die Technik ist glücklicherweise noch nicht sonderlich ausgereift, kann aber mit 65%-iger Sicherheit gesprochene Zahlen erkennen (und so Kreditkartendaten stehlen). Das Geschlecht eines Sprechers im selben Raum lässt sich zu 84 Prozent identifizieren; auch die Unterhaltung einer Gruppe kann differenziert verfolgt werden, da sich deren Mitglieder mit 65%-iger Sicherheit auseinander halten lassen.

Bremsen ließe sich Gyrophone allerdings auch recht einfach, indem man den Frequenzbereich einschränkt, den das Gyrosokop nutzt – je kleiner der ist, desto geringer sind die Chancen, etwas Brauchbares zu erbeuten. Das aber liegt wiederum in den Händen der Betriebssystem-Anbieter … [dieter]

[via Wired]

 

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