eRadiator: Heizen mit dem Server

eradiatorDie Idee, die Abwärme, die beim Betrieb vom Servern entsteht, zum Heizen zu benutzen, ist schon von dem einen oder anderen Großunternehmen in Realität umgesetzt worden, wobei man allerdings oft den Eindruck bekommen konnte, dass da der PR-Gedanke im Vordergrund stand.

Das niederländische Start-Up-Unternehmen Nerdalize dagegen will diese Technik in Privathaushalte bringen.Gelingen soll dies mit Hilfe des so genannten eRadiators, ein Heizkörper, in dem mehrere Server stecken und der bis zu 1.000W Heizleistung erzeugen soll, was ausreichend sein soll, um im Winter einen kleineren Raum innerhalb einer Stunde auf Zimmertemperatur zu bringen.

Um eine eRadiator zu erhalten und kostenlos betreiben zu können (abgesehen von 400 bis 500 Euro Einbaukosten), muss man über einen Glasfaser-Internet-Anschluss und eine Außenwand verfügen. Mit den Servern im Inneren des eRadiators betreibt Nerdalize dann einen eigenen Cloud-Dienst. Damit die Daten auch sicher sind, sind die dezentralisierten Server in einem hermetisch verschlossenen Gehäuse untergebracht und verschlüsselt.

Die Dezentralisierung soll dann auch um bis zu 55% niedrigere Betriebskosten ermöglichen – allerdings sieht es so aus, als seien noch nicht für alle Probleme, die dabei auftauchen können, auch schon Lösungen gefunden (z.B. für die Wartung und Reparatur von Servern vor Ort). Sollte man aber im Auge behalten. [dieter]

[via ars technica]

 

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Eine Antwort zu eRadiator: Heizen mit dem Server

  1. Dr. Azrael Tod schreibt:

    meh‘
    auch das tut z.B. Cloud&Heat schon länger
    …oder versucht es zumindest, scheitert afair an diesen kleinen Dingen wie „Realität“, „Wetter“, „Sicherheit“ oder „Anbindung“.

    Kleines Gedankenspiel: Was machen solche Server im Sommer? Nicht Heizen?
    Wie bekommt man die sinnvoll mit dem Internet verbunden? DSL?
    Wer tauscht defekte Teile aus? Der Wohnungsmieter?

    Resultat waren bisher immer schlecht angebundene, virtualisierte Rechner, welche höhere Down-Zeiten mit hohem Preis kombinieren. Also für die Probeinstallationen die ich da bisher (meist nicht-funktionierend) gesehen habe.

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