Verbrechen muss sich wieder lohnen!

blackops2_noriegaWenn man schon einen großen Teil seines Lebens als Diktator geackert und sich mit Massenmord und Folter herumgeschlagen hat, dann möchte man einfach nicht, dass das am Ende von billigen Action-Game-Klitschen ausgebeutet wird, die sich damit die Taschen füllen.

So jedenfalls sieht es Manuel Noriega, der bis 1989 den anspruchsvollen Job hatte, Panama zu unterdrücken.Dann aber wurde er nach einer Invasion von US-Truppen gestürzt, obwohl er immer brav mit der CIA zusammengearbeitet hatte (über diese Undankbarkeit darf Angela Merkel gerne nachgrübeln), und er landete im Gefängnis (wegen Drogenhandels).

Dieses für Diktatoren eher seltene Schicksal möchte Noriega auf seine letzten Tage offenbar etwas aufhübschen, indem er Activision Blizzard verklagt verklagt. Der Spielehersteller hat nämlich in Call of Duty: Black Ops 2 einen Bösewicht eingebaut, in dem Noriega sich selbst erkennt.

Und da das Game weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt haben soll, möchte er seinen Auftritt nun im Nachhinein gerne honoriert wissen. Um wie viel es ihm genau geht, sagt er nicht, aber da er immer noch in Haft ist und auch schon  80 Lenze auf dem Buckel hat, wird er das Geld wahrscheinlich sowieso eher an eine gemeinnützige Stiftung wie „Diktatoren in Not“ oder so geben.  [dieter]

[via Geek]

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